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Volker Schilling (Greiff): Russisches Roulette

18.02.2022

Russisches Roulette

Der Rückblick der Woche lässt sich ziemlich treffend als Russisches Roulette bezeichnen. Der Revolver der kriegerischen Bedrohung wird herumgereicht und jeder hofft, wenn er am Abzug ist, dass es nicht knallt. So schwanken auch die Gefühle der Anleger zwischen Anspannung und Erleichterung. Die Folgen an der Börse: Entspannungsrallyes und Sorgenschocks. Kurzum, es herrscht Unsicherheit, und Unsicherheit ist die grüne Null auf dem Roulettetisch, die kein Spieler mag, außer die Spielbank. Und da sind wir auch schon beim Kern: Es scheint inzwischen, dass sowohl die USA als auch die Ukraine einen Vorteil darin sehen, wenn es zu kriegerischen Vorfällen kommt. Sind doch die USA seit geraumer Zeit Erdöl- und Erdgasexporteure und profitieren von Spannungen, besser noch von Sanktionen. Und die Ukraine? Eigentlich schon Mal pleite, bekommen als Opfer die notwendige Aufmerksamkeit und vor allem monetäre Unterstützung. Ich fürchte daher, dass es deshalb am Ende der Revolvertrommel doch noch zu einer Entladung kommt, die auch die Börsen zumindest kurzfristig verletzen wird. Meine deutliche Meinung dazu habe ich diese Woche in diesem Interview für das Börsenradio kundgetan: "Ich gehe davon aus, dass wir noch eine kriegerische Auseinandersetzung sehen werden."

Strip-Poker

Wir wissen, dass politische Börsen, ja sogar kriegerische Auseinandersetzung oder auch Terroranschläge, an der Börse eine kurze Halbwertszeit haben und grundsätzlich sogar sehr gute Einstiegsgelegenheiten darstellen. Anlegen, wenn Kanonen donnern, ist das geflügelte Bonmot der Börsianer. Allerdings vergessen einige, dass der alleinige Wechsel vom Roulette- zum Pokertisch noch keine Gewinne bringt. Man muss auch ein gutes Blatt haben. Ich befürchte, dass wir nach Kriegsangst sehr schnell wieder den wichtigsten Treiber für die aktuellen Börsenbewertungen auf dem Tisch haben: Zinssteigerungen. Und wenn wir uns die wichtigsten Spieler am Tisch ansehen, dann sind es die Notenbanken, die gerade ihre Einsätze machen. Und während die US-Notenbank FED eine klare Strategie hat und durch Zinsanpassungen der Inflation zu begegnen - so kommt mir die europäische Notenbank EZB ziemlich nackt vor. Man hat in den letzten Jahren das beste Blatt ausgespielt und versucht jetzt mit verbalen Bluffs die Mitspieler im Glauben zu lassen, dass man noch etwas auf der Hand hat. Und genau darin liegt das negative Überraschungspotenzial für die Börsen. Denn am Ende könnte es ein, dass die EZB die Hosen runterlassen muss und die Zinsen kräftiger anpasst als dies der Bluff erwarten ließ.

Black Jack

Der schwarze Peter geht diese Woche einmal mehr an Marc Zuckerberg und sein Unternehmen Meta. Nach Apple im letzten Jahr will jetzt auch Alphabet das Tracking für Werbezwecke unterbinden und den Nutzern die Möglichkeit geben, ihre Privatsphäre zu wahren. Nachdem schon der Vorstoß von Apple einige Milliarden Werbeeinnahmen gekostet haben dürfte, wird die Ausweitung auf Android-Geräte nicht minder ins Kontor schlagen. Die Meta-Aktie bleibt daher weiterhin unter Druck. Ein besseres Blatt hatte dagegen Black Jack Buffett, der diese Woche seine Positionen von Berkshire Hathaway zum 4. Quartal veröffentlichte. Und da zeigte sich die ganze Erfahrung des versierten Spielers: Ölaktien wie Chevron und Übernahmeaktien wie Activision Blizzard bescherten ihm ein starkes Blatt und top Ergebnisse. In stürmischen Zeiten ist es eben besser, einen erfahrenen Kapitän an Bord zu haben. In diesem Sinne, lassen Sie sich nicht wegblasen von den anstehenden Stürmen. Weder beim Wetter noch an den Börsen.


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