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Irene Lauro (Schroders): Entwaldungsfreie Lieferketten

02.05.2022 -

Die EU wird voraussichtlich von Unternehmen einen Nachweis darüber verlangen, dass von ihnen importierte landwirtschaftliche Produkte nicht durch Entwaldung zu Kohlendioxidemissionen (CO2) und zum Klimawandel beitragen.

Der Block unternimmt endlich Anstrengungen, um nachhaltigere Konsumgewohnheiten zu gewährleisten: Neue Gesetze zielen darauf ab, die Entwaldung und Waldschädigung im Zusammenhang mit importierten Rohstoffen wie Palmöl und Soja zu reduzieren.

Die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, die zur Erzeugung bestimmter Grundstoffe genutzt werden, und die damit verbundene Abholzung haben einige Gebiete der Welt in Netto-Emittenten von CO2 aus Senken verwandelt, die Treibhausgase (THG) absorbieren können.

Der Gesetzesvorschlag sieht vor, die EU-Nachfrage nach entwaldungsbedingten Rohmaterialien durch nachhaltige Produkte und entwaldungsfreie Lieferketten zu ersetzen.

In seinem neuesten Bericht, veröffentlicht am 4. April, erinnert uns der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) daran, dass die Bekämpfung der Landverödung und das Stoppen der Entwaldung der Schlüssel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind - oberste Priorität im Kampf gegen die Erderwärmung.

Die Bekämpfung der Abholzung in den Tropen könnte neben anderen natürlichen Klimalösungen mehr als ein Drittel der THG-Einsparungen ermöglichen, die erforderlich sind, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen.

Die tropischen Regenwälder speichern mehr Kohlenstoff als jede andere Art von Wald und beherbergen die grösste Artenvielfalt.

Fokus auf "importierte" Entwaldungsemissionen

Es ist klar, dass sich Investoren in europäische Unternehmen und Überseeländer, die mit der nicht nachhaltigen Produktion von Rohstoffen in Verbindung stehen, die an der Entwaldung beteiligt sind, mit den bevorstehenden regulatorischen Änderungen auseinandersetzen müssen.

Darüber hinaus verdeutlichen die Änderungen auch materielle Risiken, die sich aus nachfrageseitigen Minderungsmassnahmen und aus Verhaltensänderungen hin zu einem nachhaltigeren Konsum ergeben können.

Allgemeiner gesprochen könnten Finanzinstitute daher bald mit Übergangsrisiken konfrontiert sein, die sich aus einer Politik ergeben, welche auf den Schutz der natürlichen Umwelt und die Reduzierung des Raubbaus der natürlichen Ressourcen abzielt ...

Lesen Sie mehr im Artikel "Entwaldung: Wie könnten die Marktauswirkungen eines neuen EU-Verbots aussehen?", mit vielen Grafiken.

Finden Sie hier weitere Kommentare von Schroders.

© 2022 Asset Standard
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

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