Anzeige
❌
Mehr »
Sonntag, 27.09.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Antimon ist zur Frage der Versorgungssicherheit geworden - für "Bald Hill" steht jetzt die erste Ressource im Fokus
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
529 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Dr. Andreas Sauer (ansa capital management): global Q opportunities -Mai 2022

03.06.2022

Makroökonomisches Umfeld

Realwirtschaftliche Situation:

Die globale realwirtschaftliche Entwicklung im Mai war maßgeblich durch die anhaltenden Auswirkungen Chinas Zero Covid Strategie auf das globale Wirtschaftswachstum geprägt. Während die strengen Lockdown-Maßnahmen zu Beginn der Corona-Pandemie China erlaubten, bereits Mitte 2020 die Wirtschaftsleistung vor Beginn der Pandemie zu erreichen, hindern die strengen Maßnahmen bei der weniger tödlichen, aber ansteckenderen Omikron-Variante die wirtschaftliche Entwicklung relativ zur westlichen Welt. Dies zeigt sich beispielsweise in einem Rekord-Rückgang von Autoverkäufen von knapp -50% verglichen zum Vorjahr, dem deutlichsten Rückgang des China Composite PMI auf ein Niveau von 37,2 seit Beginn der Pandemie und einem Rückgang der Industrieproduktion von -7% verglichen zum Vormonat. Die Restriktionen der Zero-Covid Strategie betreffen circa 50% der chinesischen Provinzen und damit circa 75% der nationaler Wirtschaftsleistung.

Die Auswirkungen auf die ökonomische Entwicklung lassen sich über unsere Indizes messen: der langfriste und mittelfriste Trend ist auf dem tiefsten Stand seit der Finanzkrise - gegenwärtig ist auch noch keine Verlangsamung der negativen Trendentwicklung zu beobachten.

In den anderen Regionen hat sich die ökonomische Situation nur geringfügig verändert. Der Häusermarkt in den USA ist trotz der steigenden Finanzierungskosten aufgrund geringen Leerstands stabil. Seit knapp einem halben Jahr liegt die Anzahl der Baubeginne stabil über 1,7 Mio. und die Anzahl der Bauanträge konstant über 1,8 Mio. Die Industrieproduktion lag im April +1,1% über ihrem Märzniveau und die Einzelhandelsumsätze steigen um +8,2% verglich zum Vorjahr trotz weiter niedrigem Konsumentenvertrauen. In der Eurozone gingen die Einzelhandelsumsätze leicht zurück, die Umfragewerte im Dienstleistungssektor haben sich leicht verbessert bei einem leichten Rückgang der Stimmung im verarbeitenden Gewerbe. Wir bleiben global in einem "Herbst/Winter"-Szenario.

Monetäre Situation:

Mit Ausnahme von China sind die globalen Inflationsraten weiter auf sehr hohen Niveaus. In Nordamerika und der Eurozone haben sich die Inflationsraten bei 7%- 8% stabilisiert, wohingegen in UK die Inflationsrate von 7% auf 9% deutlich angestiegen ist.

Während sich in den USA die Lieferengpässe langsam lockern, steigern höhere Wohnkosten und steigende Kosten für Dienstleistungen im Beförderungssektor das Preisniveau. Der Arbeitsmarkt weist weiter eine Rekordzahl offener Stellen und hohe Kündigungsraten auf. Das Lohnwachstum bzw. die Lohnkosten stiegen um mehr als +5% relativ zum Vorjahr. Bei diesen Arbeitsmarktbedingungen ist eine Normalisierung der Inflationsraten ohne Reduktion der Arbeitsnachfrage schwierig zu erreichen. Dies birgt aber ein erhebliches Rezessionsrisiko. In der Vergangenheit folgte bei Inflationsraten über 4% bei einer Arbeitslosenquote von unter 5% immer eine Rezession innerhalb der nächsten zwei Jahre in den USA.

Zusammenfassend sind die ökonomischen Aussichten weiter deutlich eingetrübt bei einem strafferen monetären Umfeld. Zusätzlich deuten sich aktuell noch keine Lösungen bzw. Verbesserungen bei den großen globalen Themen (Ukraine-Krieg, China, Inflation) ab.

Marktentwicklungen

Im Mai haben sich alle Assetklassen seitwärts bewegt. Aufgrund von gestiegenen Wachstumssorgen durch den anhaltenden Lockdown in China gab der Aktienmarkt bis Mitte des Monats global im Schnitt circa -5% nach, konnte den Monat aber mit +0,6% noch leicht positiv abschließen. Die regionalen Unterschiede waren relativ gering und verdeutlichen, dass globale realwirtschaftliche Faktoren gegenwärtig die maßgeblichen Treiber an den Märkten sind. Der EURO STOXX 50 Index wies mit +2,8% die beste Performance auf, wobei der australische SPI 200 Index mit -1,5% am deutlichsten nachgab. Die globalen Anleihenmärkte bewegten sich seitwärts und nur australische Staatsanleihen verzeichneten mit -1,7% einen deutlichen Verlust. Während Industriemetalle aufgrund schwächerer Wirtschaftsaussichten um -7% gefallen sind, sind Energiepreise aufgrund der geopolitischen Situation weiter deutlich gestiegen. Edelmetalle waren mit -4% negativ. In der Summe konnten wir leicht positive Performance-Beiträge aus Aktien und Währungen bei leicht negativen Beiträgen aus Anleihen und Rohstoffen erzielen.

Finden Sie hier weitere Artikel und Informationen von ansa capital management.

© 2022 Asset Standard
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, bei denen das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt besonders gefährlich erscheint – und bei denen Anleger genauer hinschauen sollten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die KI-Euphorie ihren nächsten Realitätstest erlebt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.