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Michael Blümke (ETHENEA): Das Primat der Geldpolitik

08.06.2021 - Als Janet Yellen, die aktuelle Finanzministerin der Vereinigten Staaten von Amerika und ehemalige Präsidentin des Federal Reserve Board, beim Jahrestreffen der American Economic Association im Januar 2019 äußerte, dass wirtschaftliche Aufschwünge nicht allein aufgrund ihres Alters sterben, ergänzte Ben Bernanke, Vorgänger von Frau Yellen bei der Fed, sehr pointiert: "Ich würde sagen, sie werden umgebracht." Wieso sind diese - zugegeben recht martialischen - Aussagen zweier ehemaliger Zentralbankchefs heute aktueller denn je?

Mittlerweile ist es deutlich zu spüren: Die Inflationsraten in der westlichen Hemisphäre erreichten zuletzt Niveaus, die es dort seit den siebziger Jahren nicht mehr gegeben hat. Hat man sich in der letzten Dekade Inflation noch herbeigewünscht, kann man ihr heute nach Jahren ultra-expansiver Geld- und Fiskalpolitik sowie zusätzlichen angebotsseitigen Problemen, die durch den Ukraine-Krieg und die Covid-Politik in China noch verschlimmert werden, kaum Einhalt gebieten.

Während das Inflationsproblem von Yellens Nachfolger bei der Fed, Jerome Powell, sehr lange und sogar bis noch vor einigen Monaten als vorübergehend abgetan wurde, versucht er nun mit massiven Zinserhöhungen und einer gleichzeitigen Verkürzung der Notenbankbilanz dagegen anzukämpfen. In offensichtlich vorbildlicher Weise versucht er dabei, beiden Zielen seines dualen Mandats (Vollbeschäftigung und Preisstabilität) gerecht zu werden und proklamiert als Ziel das sogenannte "Soft Landing", also eine verkraftbare Abkühlung der Konjunktur. Realistischerweise muss jedoch angemerkt werden, dass seit 1954 lediglich drei von 13 Zinserhöhungszyklen in den USA nicht in einer Rezession endeten. Sowohl mit Blick auf das Eingangszitat als auch unter Berücksichtigung der Erfolgsbilanz der Fed kommt der Verdacht auf, dass mit jedem Zinsschritt eine drastische Erhöhung der Rezessionswahrscheinlichkeit zumindest billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar als Ultima Ratio der Nachfragedämpfung angestrebt wird.

Konsequent weitergedacht, ergeben sich wichtige Schlussfolgerungen für den Kapitalmarkt. Geleitet von der sehr transparenten Kommunikation der Notenbank, antizipierte der Markt über alle Assetklassen hinweg historisch schnell eine Verschiebung der Zinskurve, inklusive entsprechender Auswirkungen auf die Bewertungsniveaus. Was die breite Masse jedoch erst in den letzten Wochen realisierte und was dementsprechend auch zu der aktuellen Volatilität führte, ist die Erkenntnis, dass der durch einen noch (!) starken Arbeitsmarkt legitimierte Fokus auf die Anti-Inflationsmedizin einen stärker als erwartet schwächelnden Konjunkturpatienten als Nebenwirkung haben wird und deshalb die bislang in Aussicht gestellten Gewinn- und Kursprognosen einer weiteren Revision bedürfen. Für die Bullen unter uns ist die einzige Hoffnung, dass die Konjunktur unter dem geldpolitischen Primat dieses Mal nicht gänzlich das Nachsehen haben wird. Ein "Soft Landing" wäre in diesem Kontext schon die beste aller Welten.


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