09.08.2022 - Die Bilanzsaison läuft - mit wenigen negativen Überraschungen bisher. Das ist ohne Frage eine gute Nachricht. Immerhin drücken viele Belastungsfaktoren auf die Bilanzen der Unternehmen. Ob hohe Inflationsraten, unterbrochene Lieferketten oder massiv gestiegene Energiepreise. All das wirkt sich ganz unterschiedlich auf die verschiedenen Unternehmen aus. Daher steht hier ein Bilanz-Update auf dem Programm, in dem wir Ihnen einige ausgewählte Unternehmen aus unseren Mandaten auf Basis der aktuellen Bilanzdaten näher vorstellen möchten.
Bevor es jedoch um die einzelnen Firmen geht, lohnt sich doch der Vergleich zwischen den USA und Europa. Laut aktuellen Daten von Refinitiv haben die Umsätze im S&P 500 bislang um 11,6 Prozent im Vorjahresvergleich zugelegt. Für die Gewinne ging es immerhin noch um rund 6 Prozent nach oben. Die jeweils größten Zuwächse hatte wenig überraschend die Energiebranche.
In Europa sind die Gewinnaussichten sogar noch besser. Die Unternehmen im marktbreiten STOXX Europe 600 Index sollen sowohl die Umsätze als auch die Gewinne um annähernd 22 Prozent steigen. Das Bild ist jedoch verzerrt durch die hohe Gewichtung von Energietiteln, die allein für 85 Prozent der Gewinne im Index verantwortlich sind.
Daran ist schon erkennbar, dass erst der Blick auf die einzelnen Bilanzen ein wirklich klares Bild liefert. Immerhin ist erkennbar, dass die aktuellen Belastungsfaktoren noch keine so massive Rolle in den Bilanzen der Unternehmen spielen ...
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