Anzeige
Mehr »
Samstag, 14.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Die Kommerzialisierung der räumlichen Intelligenz in Billionen-Märkten beginnt jetzt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
494 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Jörg Angelé (BANTLEON): Energiepreise - vom Preistreiber zur Inflationsbremse

15.11.2022 -

Der Anstieg der Energiepreise hat in den vergangenen Monaten ein zuvor kaum vorstellbares Ausmass erreicht und trägt damit wesentlich zur Rekordinflation in der Eurozone im laufenden Jahr bei. Um sozialen Härten entgegenzuwirken und um die negativen konjunkturellen Effekte abzufedern, wurden allerdings in zahlreichen Euroländern Entlastungspakete geschnürt. Mittels Tankrabatten, Strompreisdeckeln und Gaspreisbremsen werden private Haushalte und Unternehmen entlastet. Vieles spricht daher dafür, dass der Anstieg der Energiepreise im kommenden Jahr so gut wie zum Stillstand kommt. Gegen Ende 2023 werden von den Energiepreisen sogar inflationsdämpfende Effekte ausgehen. Die Inflationsrate wird sich in der zweiten Jahreshälfte daher in die Nähe des 2,0%-Zielwerts der EZB bewegen.

Energiepreise treiben die Inflation

Die Inflationsrate ist in der Eurozone im Oktober auf den Rekordwert von 10,7% gesprungen. Im September lag sie bei 9,9% u2212 bis dato ebenfalls ein Höchstwert. Für 2022 zeichnet sich damit ein Anstieg der Verbraucherpreise um 8,4% ab. Massgeblichen Anteil an der stärksten Geldentwertung seit 40 Jahren haben die Energiepreise, die im laufenden Jahr verglichen mit 2021 schätzungsweise um 38,0% zulegen werden. Das ist mit Abstand der ausgeprägteste Anstieg innerhalb der vergangenen 25 Jahre.

...

...

Energiepreise werden 2023 vom Preistreiber zur Inflationsbremse

Es spricht vieles dafür, dass der Anstieg der Energiepreise im kommenden Jahr so gut wie zum Stillstand kommt. Der inflationstreibende Beitrag von Gas, Strom, Kraftstoffen und Heizöl dürfte sich daher ab Januar 2023 erheblich reduzieren. Im Jahresdurchschnitt wird er voraussichtlich bei 0,5%-Punkten liegen, nach 4,1%-Punkten 2022. Rein rechnerisch wird das die Teuerungsrate 2023 um 3,6%-Punkte drücken. Nach 8,4% im laufenden Jahr deutet sich für das nächste Jahr mithin ein Verbraucherpreisanstieg um etwa 5,0% an - unter der Annahme einer stabilen Kerninflationsrate in Höhe von rund 4,0%. Gegen Ende 2023 werden von den Energiepreisen sogar inflationsdämpfende Effekte ausgehen. Die Inflationsrate wird sich in der zweiten Jahreshälfte daher in die Nähe des 2,0%-Zielwerts der EZB bewegen. In einigen Mitgliedsländern, wie beispielsweise den Niederlanden, werden die Energiepreiseffekte so markant ausfallen, dass die Teuerungsrate im 2. Halbjahr 2023 gar in den negativen Bereich abtauchen wird. Im Jahresdurchschnitt dürfte der Verbraucherpreisanstieg in diesen Ländern unter das Inflationsziel der EZB zurückgehen. Insgesamt wird 2023 - im Gegensatz zu 2022 - statt von einer steigenden von einer fallenden Inflationsrate geprägt sein. Das wird es der EZB ermöglichen, auf das sich erheblich eintrübende wirtschaftliche Umfeld zu reagieren und bei den Zinsanhebungen nach dem erwarteten Schritt um 50 Bp im Dezember im nächsten Jahr zu pausieren.

Lesen Sie mehr im ausführlichen Artikel "Eurozone: Energiepreise werden vom Preistreiber zur Inflationsbremse", mit vielen Grafiken.


Rechtlicher Hinweis

Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen stützen sich auf Berichte und Auswertungen öffentlich zugänglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verlässlichen Quellen beruhen, kann sie für die Qualität, Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben keine Gewährleistung übernehmen. Eine Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu.

© 2022 Asset Standard
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.