Linz (www.anleihencheck.de) - Anders als von der Mehrzahl der befragten Volkswirte prognostiziert, hielt die schweizerische Nationalbank (SNB) letzten Donnerstag die Füße still, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Sie habe ihren Leitzins nicht erhöht, sondern ihn bei 1,75% belassen. Der Franken habe daraufhin gut 100 Punkte auf bis 0,9677 zum Euro abgewertet. Das Stillhalten der SNB dürfte in erster Linie mit der in der Schweiz im internationalen Vergleich deutlich niedrigeren Inflation zusammenhängen. Zudem habe die Schweiz recht frühzeitig begonnen, an der Zinsschraube zu drehen. Seit Juni dieses Jahres lägen sowohl die Gesamt- als auch die Kernrate im Zielbereich der SNB von 0% bis unter 2%. Zusätzlich hätten die SNB-Verantwortlichen einerseits die global nachlassende Inflation, aber auch den konjunkturellen Abschwung gesehen. Sollte der Inflationsdruck infolge von Zweitrundeneffekten größer werden, habe sich die SNB mit der letztwöchigen Entscheidung aber die Türe für weitere Zinserhöhungen offen gelassen. Weiterer nennenswerter Abwertungsdruck auf den Franken sei nicht zu erwarten, zumal die SNB ihre Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen erneut betont habe. (26.09.2023/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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