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Vincent Mortier, Matteo Germano (Amundi): Anhaltende Divergenzen

18.09.2023 - Der August war ein Monat, in dem Risikoanlagen, nachdem sie einen Teil ihrer Gewinne wieder verloren hatten, unverändert schlossen, während die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen 15-Jahres-Höchstwerte erreichten. Einerseits zeigten die USA dank steuerlicher Anreize und Unternehmensinvestitionen wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit. Andererseits wurde die Stimmung durch die nachlassende Dynamik in China beeinträchtigt, weshalb wir unsere Wachstumsprognosen 2023 für China von 5,1% auf 4,9% herabgestuft haben. Wesentlich ist, dass Früh- und Stimmungsindikatoren in den USA und Europa auf eine bevorstehende konjunkturelle Verlangsamung hindeuten. All dies führt zu einer schlechten Vorhersehbarkeit der Marktentwicklung im Herbst - wir erwarten, dass folgende Faktoren die Weltwirtschaft prägen:

  • Obwohl wir unsere US-Wachstumsprognosen für 2023 von 1,6% auf 2,1% angehoben haben, halten wir eine (leichte) Rezession ab dem ersten Quartal 2024 aufgrund der verzögerten Auswirkungen der Verschärfung der Finanzierungsbedingungen und der schwindenden überschüssigen Ersparnisse immer noch für möglich. Unternehmensinvestitionen könnten jedoch eine Herausforderung für unser Szenario einer Verlangsamung des Konsums darstellen.
  • "Terminal Rate" - also der Endzinssatz im Rahmen des Zinserhöhungszyklus - und die Inflationsdynamik: Wir sehen Aufwärtsrisiken für unsere Zinsprognosen für die US-Notenbank Fed von 5,5%. Um einen Abwärtstrend zu bestätigen, ist mehr Klarheit über die Richtung des Dienstleistungssektors und der Kerninflation erforderlich.
  • Schwaches europäisches Wachstum: Auf regionaler Ebene könnte in diesem Jahr eine Rezession abgewendet werden, doch Unterschiede zwischen den Ländern sind wahrscheinlich: restriktive Politik, abnehmende fiskalische Unterstützung, nachlassende Nachfrage.
  • China geht zu einem langsameren, nachhaltigen Wachstumsmodell über, da die Regierung bereit ist, kurzfristige Probleme in Kauf zu nehmen, um langfristig eine bessere Wachstumsqualität zu erzielen. Dies hätte Auswirkungen auf Europa und andere Schwellenländer.

Wir sehen die Entwicklung der Anlageklassen wie folgt, wobei Anlegerinnen und Anleger aus unserer Sicht einen vorsichtigen Ansatz verfolgen sollten:

  • Anlageklassen-übergreifende Perspektive: Die Unsicherheit hinsichtlich der Gewinne und des wirtschaftlichen Umfelds erfordert immer noch eine vorsichtige Haltung gegenüber US-amerikanischen und europäischen Aktien, wir sind jedoch positiv gegenüber den Schwellenländern eingestellt. Bei Anleihen bleiben wir aufgrund des Anstiegs der Renditen hinsichtlich der US-Duration - die Duration ist ein Maß für die Zinssensitivität von Anleihen - positiv eingestellt, wenn auch mit einer gewissen Absicherung. Bei US-Hochzinsanleihen sind wir angesichts der engen Bewertungen defensiv. Uns gefallen jedoch ausgewählte Lokalanleihen aus Schwellenländern und wir stehen den brasilianischen Zinsen nach der jüngsten Zinssenkung dort etwas positiver gegenüber. Dies könnte auch als Diversifizierungsfaktor für unsere konstruktiven Ansichten zum BRL/USD-Wechselkurs dienen, dem wir jetzt positiver gegenüberstehen. Insgesamt sind wir der Meinung, dass es notwendig ist, Absicherungen bei Aktien und eine positive Haltung gegenüber Gold beizubehalten und gleichzeitig das begrenzte Aufwärtspotenzial von Gold zu akzeptieren.
  • Anleihen: Die Liquiditätsdynamik verändert sich, und die Unterstützung der Fed ist begrenzt. Sie wechselt von der quantitativen Lockerung zur langsamen quantitativen Straffung in einer Zeit, in der die Emissionen von Staatsanleihen hoch sind. Dieses Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wirkt sich auf die Märkte aus, da die Renditen zwischen Nachrichten über die Wirtschaftsaktivität, die Zentralbankpolitik und die Staatsverschuldung schwanken. Bei der Duration bleiben wir aktiv, mit einer leicht positiven Einschätzung für die USA und einer nahezu neutralen/leicht vorsichtigen Haltung gegenüber Europa. Bei Unternehmensanleihen gehen wir bei Hochzinsanleihen defensiv vor, unterscheiden aber zwischen hoher und niedriger Qualität. Stattdessen bevorzugen wir Investment Grade-Titel - also Anleihen guter Bonität -, die über ausreichende Kapitalpolster und Cashflows verfügen.
  • Aktien: US- und EU-Aktien weisen trotz des jüngsten Rückgangs immer noch hohe Bewertungen auf. Das Risikoprofil ist aus unserer Sicht asymmetrisch, da das Aufwärtspotenzial derzeit begrenzt sein dürfte, da die meisten guten Nachrichten ("sanfte Landung") bereits eingepreist sind. Sollte sich unser Szenario einer milden Rezession bewahrheiten, könnte sich dies negativ auf Aktien auswirken, insbesondere auf US-amerikanische Large Caps (Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung), Wachstums- und Technologieaktien. Andererseits gefallen uns Segmente und Unternehmen, in denen das Aufwärtspotenzial mehr vom Gewinnwachstum und weniger von der Ausweitung der Bewertungskennzahlen abhängen sollte. Wir mögen die Wert- und Qualitätsaspekte des Marktes, behalten aber eine selektive Sichtweise bei.
  • Schwellenländer: Schwellenländer bieten aus unserer Sicht Chancen, insbesondere in Lateinamerika und Asien. Zwar gibt es Bereiche, die von der Abschwächung Chinas betroffen wären, wir betonen jedoch, wie wichtig es nach unserer Auffassung ist, Länder wie Brasilien, Indien und Indonesien im Auge zu behalten. Hartwährungs-Anleihen sind aus unser Sicht interessant, und wir sehen Spielraum für eine Erholung im Hochzinsbereich. Wir mögen auch Lokalwährungs-Anleihen und haben eine positive Einstellung zu lateinamerikanischen exportstarken Ländern. Bei chinesischen Aktien gehen wir jedoch zu einer neutralen Haltung über, Indien gefällt uns und wir stehen Brasilien positiver gegenüber. Insgesamt ist aus unserer Sicht ein Bottom-up-Fokus wichtig - also eine gezielte Einzelbetrachtung.

© 2023 Asset Standard
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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