NEUILLY-SUR-SEINE (dpa-AFX) - Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) teilte am Mittwoch mit, dass Hitachi, Ltd. (HTHIF. PK, HTHIY. PK) den Kauf von Thales SA (THLEF. PK) Das Bodentransportgeschäft oder Thales GTS wirft wettbewerbsrechtliche Bedenken auf. Das japanische Konglomerat verkauft einen Teil seines bestehenden Fernverkehrsgeschäfts an einen unabhängigen Käufer, wie von der Regulierungsbehörde gefordert, um mit der geplanten Übernahme fortzufahren.
In Japan verlor die Hitachi-Aktie mehr als 4 Prozent.
Hitachi hat angeboten, sein bestehendes Fernverkehrsgeschäft in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu verkaufen.
In einer Erklärung teilte die CMA mit, dass ihre unabhängige Untersuchungsgruppe nach einer eingehenden Untersuchung zu dem Schluss gekommen sei, dass der Zusammenschluss wettbewerbsrechtliche Bedenken hinsichtlich der Bereitstellung digitaler Fernverkehrssignalsysteme aufwerfen würde, die zunehmend auf den wichtigsten Eisenbahnnetzen des Landes eingesetzt werden.
Nach Angaben der Regulierungsbehörde sind Hitachi Rail und Thales GTS beide globale Anbieter von Signalsystemen für Fern- und Stadtbahnnetze. Solche Systeme sind ein zentraler Bestandteil der Eisenbahninfrastruktur und tragen zur Aufrechterhaltung der Fahrgastsicherheit bei, indem sie den Zugverkehr steuern und die Kapazität der Schienennetze maximieren.
Sowohl Thales als auch Hitachi sind gut aufgestellt, um diese Systeme zu liefern, und im Falle einer Fusion würden nur wenige glaubwürdige Konkurrenten übrig bleiben, so die CMA.
In der Zwischenzeit hat das Unternehmen keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken mehr in Bezug auf die Lieferung von kommunikationsbasierten Zugsteuerungs- oder CBTC-Signalsystemen, die in städtischen Schienennetzen wie der Londoner U-Bahn eingesetzt werden.
In Japan wurden die Hitachi-Aktien bei 8.677 Yen gehandelt, was einem Rückgang von 4,39 Prozent entspricht.
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