BERLIN (dpa-AFX) - Der deutsche Mischkonzern Siemens AG hat am Donnerstag einen deutlichen Gewinnrückgang im vierten Quartal gemeldet, während der Umsatz von der starken Entwicklung in allen Industriegeschäften profitierte. Das Unternehmen kündigte auch eine höhere Dividende an und sagte, dass es für das Geschäftsjahr 2024 ein vergleichbares Umsatzwachstum prognostiziert, das jedoch langsamer als im Vorjahr ausfallen wird. Die Aktie legte im Vormittagshandel in Deutschland um rund 6 Prozent zu.
Roland Busch, President und Chief Executive Officer, sagte: "Das Geschäftsjahr 2023 war ein Jahr mit mehreren Rekorden: In unserem Industriegeschäft erreichten Gewinn und Gewinnmarge den höchsten Stand aller Zeiten, und wir haben unseren Nettogewinn auf einen historischen Höchststand fast verdoppelt... Unsere Strategie zahlt sich aus und wir beschleunigen die digitale und nachhaltige Transformation unserer Kunden weiter."
Zum ersten Mal überhaupt habe das Unternehmen den Free Cashflow von 10 Milliarden Euro überschritten, hieß es.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Siemens-Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum in der Bandbreite von 4 bis 8 Prozent. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der vergleichbare Umsatz um 11 Prozent.
Darüber hinaus erwartet das Unternehmen, dass das profitable Wachstum des Industriegeschäfts zu einem Anstieg des unverwässerten Ergebnisses je Aktie aus dem Konzernergebnis vor Kaufpreisallokation ohne Berücksichtigung von Siemens Energy Investment auf eine Spanne von 10,40 Euro bis 11,00 Euro im Geschäftsjahr 2024 von 9,93 Euro im Vorjahr führen wird.
Digital Industries erwartet eine vergleichbare Umsatzentwicklung von 0 bis 3 Prozent und eine Gewinnmarge von 20 bis 23 Prozent.
Smart Infrastructure erwartet ein vergleichbares Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent. Die Gewinnmarge soll bei 15 bis 17 Prozent liegen.
Darüber hinaus schlug Siemens vor, die Dividende von 4,25 Euro im Vorjahr auf 4,70 Euro je Aktie zu erhöhen.
Der Konzerngewinn von Siemens sank im vierten Quartal um 35 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro nach 2,91 Milliarden Euro im Vorjahr.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag mit 2,17 Euro um 36 Prozent unter dem Vorjahreswert von 3,39 Milliarden Euro. Im Vorjahresergebnis war ein Vorsteuergewinn von 1,1 Milliarden Euro aus dem Verkauf des Brief- und Paketgeschäfts enthalten.
Das Ergebnis je Aktie vor Kaufpreisallokation lag bei 2,34 Euro nach 3,59 Euro im Vorjahr.
Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 21,39 Milliarden Euro nach 20,57 Milliarden Euro im Vorjahr und verzeichnete damit Rekordumsätze in allen Industriegeschäften. Der Auftragseingang lag mit 21,80 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 21,82 Milliarden Euro.
Auf vergleichbarer Basis, ohne Währungsumrechnung und Portfolioeffekte, stiegen der Umsatz im vierten Quartal um 10 Prozent und der Auftragseingang um 6 Prozent
In Deutschland notierte die Siemens-Aktie mit einem Plus von 6 Prozent bei 147,24 Euro.
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