Anzeige
Mehr »
Sonntag, 15.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
20 Mio. € Bewertung. Zwei zugelassene Psychedelika-Produkte. NASDAQ-Uplist in Arbeit.
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Asset Standard
399 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Dr. Harald Preißler (BANTLEON): Ausblick 2024 - BANTLEON rät zu Qualität bei Aktien und Anleihen

13. Dezember 2023 - Die Finanzmärkte profitieren neben der fallenden Inflation weiterhin von der robusten US-Wirtschaft, aber die positiven Impulse sollten schon bald nachlassen: So dürfte in den USA in den nächsten Monaten der Rückenwind aus Pandemiezeiten abnehmen und gleichzeitig der Gegenwind von den verschlechterten Finanzierungskonditionen größer werden. Wann die Bremskräfte die Oberhand gewinnen, bleibt zwar schwer abzuschätzen. Es gibt aber eine Reihe von Hinweisen, wonach dies im Laufe des 1. Halbjahres 2024 der Fall sein wird: schrumpfende Geldmenge, Belastung durch gestiegene Zinsen und gestiegene Lohnkosten.

Bei Aktien auf Qualität achten

»In Anbetracht der noch robusten, zugleich aber auch fragilen Konjunkturlage haben Anleger keine andere Wahl, als auf Sicht zu fahren«, meint Dr. Daniel Hartmann, Chefvolkswirt des Asset Managers BANTLEON. »Die Aktienquote sollte dabei zunächst auf neutralem Niveau liegen.« Sobald sich jedoch die konjunkturelle Nachrichtenlage in den USA erkennbar verschlechtere, sei eine defensivere Ausrichtung zu empfehlen. »Tritt unser Basisszenario einer zumindest milden Rezession in den USA ein, halten wir nach wie vor namhafte Kursrücksetzer an den globalen Aktienmärkten für wahrscheinlich. Schrammen die USA jedoch an einer Rezession vorbei, ist auch ein volatiles Auf und Ab ohne klaren Trend möglich.« Das Aufwärtspotenzial werde dabei insbesondere in den USA durch die hohen Bewertungen begrenzt.

In diesem herausfordernden Umfeld rät Hartmann Anlegern, auf solche Aktien zu setzen, die der steigenden Zinsbelastung und dem konjunkturellen Gegenwind trotzen können, also unter anderem einen niedrigen Verschuldungsgrad und robuste Gewinnmargen aufweisen. Das können Unternehmen aus den Bereichen Basiskonsum und Telekommunikation, aber auch solide aufgestellte Versorger sein.

Weitere Kursgewinne bei Staatsanleihen guter Bonität

Hochqualitative Staatsanleihen haben zuletzt vor allem vom fallenden Inflationstrend profitiert. Dies spiegelt sich auch in den rückläufigen Inflationserwartungen. Unter anderem sind die aus 5-jährigen EUR-Inflations-Swaps abgeleiteten Inflationserwartungen erstmals seit Anfang 2022 wieder Richtung 2,00% gesunken. Zugleich ist das an den Geldterminmärkten eingepreiste Leitzinsniveau deutlich abgesackt.

»Die Teuerungsraten der USA und der Eurozone dürften in den nächsten Monaten im Trend weiter zurückgehen«, prognostiziert Hartmann. Zugleich sollte die Eintrübung des konjunkturellen Umfelds Staatsanleihen zusätzlich unterstützen. Schließlich würden auch die Notenbanken auf die geänderten Rahmenbedingungen reagieren. Statt der Inflationsbekämpfung werde immer mehr die Sorge um das schwindende Wachstum in den Fokus rücken. Selbst wenn die große Konjunkturkrise ausbleibe, dürfte bereits eine stagnierende Entwicklung ausreichen, um eine Rücknahme der Leitzinsen auf ein neutrales Niveau zu rechtfertigen. »Wir gehen daher davon aus, dass die Leitzinsen im Jahr 2024 von der Fed mindestens auf 3,50% und von der EZB auf 3,00% gesenkt werden. Die Wahrscheinlichkeit noch stärkerer Zinssenkungen in Richtung 2,00% ist dabei deutlich größer als der umgekehrte Fall.« Die SNB sollte zumindest einen kleinen Zinsschritt nach unten auf 1,50% oder 1,25% vornehmen.

»Deshalb sehen wir bei den Leitzinserwartungen noch Luft nach unten, obwohl an den Geldterminmärkten bereits stattliche monetäre Lockerungen eingepreist sind«, erklärt der Chefvolkswirt. »Entsprechend prognostizieren wir weitere Renditeabschläge und damit verbundene Kursgewinne bei Staatsanleihen, wobei das Abwärtspotenzial in Deutschland deutlich kleiner ist als in den USA: Die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen dürften bis Mitte 2024 auf 2,00% und die Renditen 10-jähriger US-Treasuries auf 3,40% fallen.« Bei kurzen Laufzeiten seien noch stärkere Rückgänge zu erwarten. Die Zinskurve sollte sich demzufolge versteilern und im Laufe des nächsten Jahres normalisieren. Der rückläufige Renditetrend werde natürlich keine Einbahnstraße sein. Vor allem negative Überraschungen bei der Inflation könnten temporäre Rückschläge auslösen. »Die Renditen von Schweizer Eidgenossen dürften sich dem globalen Abwärtstrend nicht entziehen. Angesichts des bereits erreichten tiefen Niveaus (10 Jahre: 0,70%) liegt das Potenzial aber höchstens noch bei 20 Basispunkten.«

Chancen bei Investment-Grade-Unternehmensanleihen und Covered Bonds

»Neben Staatsanleihen bieten in dem skizzierten Umfeld weitere Anleihenkategorien vielversprechende Ertragsperspektiven«, stellt Hartmann fest. »Auch hier lautet das entscheidende Stichwort Qualität.« Wenn sich die Weltwirtschaft abkühle, aber in keine schwere Rezession falle, dürften sich die Ausweitungen der Risikoprämien bei Covered Bonds und bonitätsstarken Unternehmensanleihen in Grenzen halten. Es bestünden somit gute Chancen, dass zumindest die aktuellen Renditeniveaus (in Europa: 3,00% bis 4,00%), wenn nicht sogar leichte Kursgewinne, vereinnahmt werden können. »Bei High-Yield-Anleihen bleiben wir dagegen skeptisch. Sobald sich ein Risk-off-Umfeld etabliert, wird dieses Segment stark unter Druck geraten, zumal bei vielen Junk-Emittenten der Refinanzierungsbedarf wegen der stark gestiegenen Zinsen in den nächsten Quartalen sprunghaft zunehmen wird.«

In einem Umfeld, in dem die Weltwirtschaft unter Druck gerät, aber nicht abstürzt, ergeben sich Hartmann zufolge auch in den Emerging Markets Chancen: »Vor allem einige solide aufgestellte ostasiatische Staaten - unter anderem Indien, Indonesien, Vietnam, die Philippinen und Malaysia - dürften sich 2024 wacker schlagen und erneut überdurchschnittlich expandieren, was Aktien und Anleihen gleichermaßen zugutekommen sollte.« Letzteres gelte umso mehr, als die absehbare Trendwende in der globalen Geldpolitik vielen Schwellenländern Spielraum für Zinssenkungen verschaffe.

Vorsicht bei Rohstoffen, Peripherie-Staatsanleihen und Linkern

Kurz- bis mittelfristig skeptisch sieht der Chefvolkswirt Rohstoffe, inflationsindexierte Staatsanleihen (Linker) und Peripherie-Staatsanleihen: »Die Industriemetallpreise werden erst dann richtig Aufwind bekommen, wenn die globale Konjunktur erkennbar nach oben dreht. Damit rechnen wir jedoch erst im 2. Halbjahr 2024. Aufgrund der strukturellen Angebotsdefizite sehen wir allerdings auch nur geringes Abwärtspotenzial. Inflationsindexierte Staatsanleihen dürften wiederum von den weiter fallenden Teuerungsraten ausgebremst werden.« Schließlich würden auch die südeuropäischen Länder 2024 in rauere See geraten. Vor allem in Italien drohe ein empfindlicher Rückschlag beim Wachstum. »Das Risiko, dass die Risikoprämien italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen von den aktuell sehr moderaten Niveaus steigen, ist entsprechend groß.«

Rechtlicher Hinweis:

Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen stützen sich auf Berichte und Auswertungen öffentlich zugänglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verlässlichen Quellen beruhen, kann sie für die Qualität, Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben keine Gewährleistung übernehmen. Eine Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu.

© 2023 Asset Standard
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.