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Kornelius Purps (antea): Die EZB senkt vor der Fed - na und?

12.04.2024 -

Angeblich sollen braune Eier demnächst aus den Supermarktregalen verschwinden. Eier mit brauner Schale gäbe es künftig nur noch beim Bio-Bauern. Auslöser hierfür sind aber keine gesellschaftspolitischen Anspielungen, sondern ganz rationale Überlegungen. Zum einen seien Weißeihühner kleiner, legefreudiger und genügsamer. Zum anderen sei jüngeren Menschen die Farbe des Frühstückseis angeblich einerlei. Ebenfalls aus den Regalen zu verschwinden drohen Leitzinssenkungen in diesem Jahr durch die amerikanische Fed. Nicht so bei der Europäischen Zentralbank: Einige Ratsmitglieder hätten bereits gestern eine Leitzinssenkung befürwortet, räumte Notenbankchefin Christine Lagarde ein. Ein Zinsschritt im Juni gilt nun als ausgemachte Sache. Die EZB senkt vor der Fed - ich stelle heute ein paar Überlegungen an, welche Konsequenzen eine solche Abfolge haben könnte. In den USA beschleunigte sich die Jahresteuerung im März - nicht zuletzt wegen deutlich gestiegener Eierpreise - von 3,2 auf 3,5 Prozent. Würde sich der Preisauftrieb im ersten Quartal über das gesamte Jahr fortsetzen, stiege die Inflationsrate sogar auf mehr als viereinhalb Prozent.

Erfahren Sie mehr im Artikel CONCLUSIO "Der Börsenblick von Kornelius Purps"

© 2024 Asset Standard
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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