LONDON (dpa-AFX) - Der britische Dienstleistungssektor expandierte so schnell wie seit fast einem Jahr nicht mehr, angetrieben von einer erneuten Stärkung der Auftragsbücher, wie die endgültigen Daten von S&P Global am Freitag zeigten.
Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg von 53,1 im März auf 55,0 im April. Das lag auch über dem Flash-Score von 54,9. Ein Wert über 50 deutet auf eine Expansion hin.
Der britische Dienstleistungssektor expandierte im April den sechsten Monat in Folge.
Auch die Auftragseingänge wuchsen so schnell wie seit fast einem Jahr nicht mehr, da sich die Vertriebspipelines angesichts stärkerer Geschäfts- und Verbraucherausgaben verbesserten. Die neuen Exportaufträge stiegen aufgrund der stärkeren Absatznachfrage für Kunden in den USA und Asien so stark wie seit März 2023 nicht mehr.
Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor nahm im April leicht zu, und die verhaltene Rekrutierung war vor allem auf einen Mangel an geeigneten Bewerbern sowie auf höhere Lohnkosten zurückzuführen.
Im April gab es trotz einer weiteren deutlichen Verbesserung der Auftragseingänge einen leichten Rückgang der Auftragsbestände, da die Geschäftskapazitäten ausreichten, um sowohl neue als auch bestehende Auslastungen abzuarbeiten.
An der Preisfront beschleunigte sich die Inflation der Inputpreise auf ein Achtmonatshoch, angeführt von zusätzlichen Gehaltszahlungen. Nichtsdestotrotz sank die Gebühreninflation angesichts des Wettbewerbsdrucks auf den niedrigsten Stand seit April 2021.
Die britischen Dienstleister blieben zuversichtlich, was die Aussichten für die Geschäftstätigkeit für das Jahr anbelangt, was auf eine Trendwende bei der Kundennachfrage und bevorstehende Marketinginitiativen sowie steigende Geschäftsinvestitionen und langfristige Expansionspläne zurückzuführen ist. Dennoch hat sich der Optimismus gegenüber dem Zweijahreshoch im Februar weiter abgeschwächt.
Im Gegenteil, die Unsicherheit bei den Wahlen, die gestiegenen Zinsen und die fragilen weltwirtschaftlichen Bedingungen gehörten zu den Faktoren, die das Wachstum der Geschäftstätigkeit dämpfen dürften.
Der zusammengesetzte Produktionsindex kletterte von 52,8 im März auf 54,1 im April, was auf den stärksten Aufschwung der Geschäftstätigkeit des privaten Sektors seit einem Jahr hindeutet.
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