
Die Parteien müssten junge Menschen und ihre Interessen im Wahlkampf fortlaufend mit ihrer Politik "mindestens so stark in den Blick nehmen wie die ältere Generation", fügte er hinzu. "Zwar werden etwa wichtige Anliegen junger Menschen in der Klima- und Sozialpolitik diskutiert, aber zu wenig mit dem Blick auf alle Generationen."
Haag warnte davor, dass die AfD die Situation für sich nutzen könnte. "Junge Menschen sind besonders stark und lange von heutigen Entscheidungen betroffen. Die AfD instrumentalisiert Enttäuschungen und Unsicherheiten für ihre antidemokratische und im Kern auch jugendfeindliche Politik", ergänzte der Chef des Bundesjugendrings. "Die Senkung des Wahlalters darf nur der erste Schritt gewesen sein, es braucht endlich eine wirksame, eigenständige Jugendpolitik. Das heißt auch, die Strukturen der Jugendarbeit nachhaltig zu stärken."
© 2024 dts Nachrichtenagentur