
Gleichzeitig hätten die Ampel-Parteien bei vielen wichtigen Themen an Glaubwürdigkeit eingebüßt. "Das kommt nicht von ungefähr: Die Preise sind gestiegen, Löhne und Bafög konnten damit nicht Schritt halten, beim Klimaschutz ist zu wenig passiert und der soziale Ausgleich ist viel zu oft hinten runtergefallen", kritisierte Stolla, die seit Oktober 2023 gemeinsam mit Svenja Appuhn Bundessprecherin der Grünen Jugend ist.
Bei der Europawahl waren erstmals auch die 16- und 17-Jährigen wahlberechtigt. Unter den Jungwählern zwischen 16 und 24 Jahren zeigte sich dabei ein deutlicher Trend hin zu konservativen und rechten Parteien. Die Grünen hingegen verloren im Vergleich zur letzten Europawahl 2019 deutlich bei den Jungwählern.
Stolla sagte weiter, der Rechtsruck unter den jungen Menschen sei ein bitteres Ergebnis dieser Wahl. "Rechte spielen mit dem massiven Misstrauen in etablierte Parteien, dem Gefühl, nicht gesehen zu werden und nicht dazuzugehören. Sie versprechen, Kontrolle über eine Welt wieder herzustellen, die aus den Fugen zu geraten droht", so die Grünen-Politikerin.
© 2024 dts Nachrichtenagentur