
"Die AfD befeuert die Verunsicherung der Menschen weiter und gibt gleichzeitig scheinbar einfache Antworten", so Wagner. "Das funktioniert. Psychologisch ist das so zu erklären: Wenn wir uns völlig überfordert fühlen, neigen wir manchmal dazu, zuzumachen und keine neuen Argumente mehr zuzulassen, sondern die einfachste Lösung zu suchen."
Er fügte hinzu: "Ein Riesenproblem war im zurückliegenden Wahlkampf, dass alle Parteien der Mitte sich damit begnügt haben, die AfD als fremdenfeindlich abzulehnen, ohne inhaltlich zu argumentieren. Das löst bei Menschen, die darüber nachdenken, die AfD zu wählen, Unzufriedenheit und Widerwillen aus." Es sei in der politischen Auseinandersetzung und auch demokratietechnisch keine gute Strategie, die AfD als Buhmann abzustempeln. "Vielmehr müssten die Themen der AfD adressiert und Argumente dagegen entwickelt werden."
© 2024 dts Nachrichtenagentur