
Der Industriedienstleister Bilfinger erlebt einen dramatischen Kurseinbruch an der Börse. Die Aktie des Unternehmens verzeichnet zeitweise einen Verlust von über 10 Prozent, was den stärksten Tagesrückgang seit nahezu zwei Jahren darstellt. Auslöser für diesen Kurssturz ist ein tragisches Unglück auf der Insel Sapelo vor der Küste Georgias in den USA. Dort kam es am 19. Oktober zum Einsturz eines Fähranlegers, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen. Die Bilfinger-Tochtergesellschaft Centennial Contractors Enterprises fungierte als Generalunternehmer für den Bau dieses Anlegers, der erst im November 2021 fertiggestellt wurde.
Mögliche finanzielle Folgen für Bilfinger
Börsenexperten schätzen, dass Centennial im Falle einer Haftungsübernahme mit Zahlungen zwischen 50 und 100 Millionen Euro rechnen müsste. Diese potenzielle finanzielle Belastung verunsichert Investoren und drückt den Aktienkurs. Die Konzernführung, darunter CEO Thomas Schulz, hat in einem Kondolenzschreiben den Angehörigen der Opfer ihr tiefes Beileid ausgesprochen. Währenddessen untersuchen die zuständigen Behörden die genauen Umstände des Vorfalls, was die Unsicherheit am Markt weiter verstärkt.
Bilfinger Aktie: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...