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David Wehner (FGTC Investment): Der Trump-Trade wird überschätzt

02.12.2024 - Nach Donald Trumps Wahlerfolg zeigte sich die US-Börse zunächst optimistisch. Steuersenkungen, Deregulierung und freie Fahrt für Amerikas Ölindustrie sollten die US- Wirtschaft stimulieren. Viele Investoren setzen offensichtlich auf eine Jahresendrally an den Aktienmärkten. Aber die Vorfreude auf den nächsten US-Präsidenten ist übertrieben, weitreichende Risiken werden ausgeklammert. Warum Anleger sich auf die Defensive konzentrieren und ihr Pulver trocken halten sollten.

Am Ende war der Wahlausgang weit weniger knapp, als die Umfragen es im Vorfeld der US- Präsidentschaftswahl angedeutet hatten. Es war ein regelrechter Erdrutschsieg für Donald Trump die Republikaner-Partei. Die Deutlichkeit, mit der Trump zum nächsten US-Präsidenten gewählt wurde sowie die Mehrheit der Republikaner in beiden Kongresskammern sorgte an der Börse für Euphorie: alle Unsicherheiten schienen beseitigt, Trump wird seine Vorhaben ohne große Hindernisse durch- und umsetzen können.

Auf den ersten Blick ist es logisch, dass die US-Börse zunächst in Jubelstimmung verfiel: Trumps Versprechen, die heimische Ölförderung anzukurbeln und die Steuern deutlich zu senken, für niedrige Zinsen zu sorgen und Importwaren aus Asien und Europa mit Zöllen zu belegen, um die US-Wirtschaft vor ausländischen Wettbewerbern zu schützen, kommen an der Börse gut an. Allzu lebhaft ist noch die Erinnerung an Trumps erste Amtszeit als US- Präsident. Zwischen 2016 und 2020 konnte der breite US-Aktienindex S&P 500 um 66 Prozent zulegen.

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© 2024 Asset Standard
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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