
Trefzer hatte in seiner Rede gesagt, es wäre "fatal", "ausgerechnet aus Auschwitz eine Art neuen moralischen Überlegenheitsdünkel abzuleiten". Allzu oft sei Auschwitz dazu instrumentalisiert worden, eine "falsche und gefährliche Politik vor Kritik zu immunisieren".
Der AfD-Politiker bezeichnete in seiner Rede allerdings auch die Zeugnisse von Opfern und Überlebenden der Shoah als einen "besonderen Schatz". Er verwies dabei auf die Erinnerungen von Margot Friedländer unter dem Titel "Versuche, dein Leben zu machen", er sprach von "positiven Traditionsbeständen", zu denen "auch das deutsch-jüdische Erbe gehört".
Friedländer dürfte sich darüber allerdings wohl kaum freuen: Sie hatte in der Vergangenheit die AfD immer wieder als Gefahr bezeichnet und bekundet, die Partei "auf keinen Fall" zu wählen.
Vor rund 80 Jahren, am 27. Januar 1945, hatte die Rote Armee die verbliebenen Gefangenen des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Dort waren über eine Million Menschen von den Nazis ermordet worden, darunter überwiegend Juden, aber auch viele andere Bevölkerungsgruppen.
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