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MÄRKTE USA/Dow hängt Technologie zum Jahresstart ab - Tesla-Talfahrt geht weiter

DJ MÄRKTE USA/Dow hängt Technologie zum Jahresstart ab - Tesla-Talfahrt geht weiter

DOW JONES--Nach einem freundlichen Start - angeführt von festen Technologieaktien - ist es am Freitag an der Wall Street uneinheitlich zugegangen. Am Silvestertag 2025, dem letzten Handelstag des Jahres in den USA, hatten Zinssenkungsspekulationen einen leichten Dämpfer von besser als gedacht ausgefallenen wöchentlichen Arbeitsmarktdaten erhalten, die eher gegen weitere Zinssenkungen sprechen, auf die viele Marktteilnehmer aber setzen. Zum Start in das neue Jahr wurde der revidierte Einkaufsmanagerindex der US-Industrie im Dezember wie in der Erstlesung mit einem Wert von 51,8 veröffentlicht. Er deutet damit auf Expansion hin, spricht also ebenfalls eher gegen sinkende Zinsen.

Der eng gefasste Dow-Jones-Index schlug sich am besten, er gewann 0,7 Prozent auf 48.382 Punkte. Stützend wirkten starke Kursgewinne bei Caterpillar (+4,5%), Boeing (+4,9%) und Goldman Sachs (+4,0%). Der breite S&P-500 schloss 0,2 Prozent im Plus. Die anfangs festen technologielastigen Nasdaq-Indizes gaben alle Gewinne wieder ab und büßten bis 0,2 Prozent ein. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 1.873 Kursgewinner, 877 Kursverlierer und 74 unveränderte Aktien.

Am Anleihemarkt stiegen die Renditen, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,19 Prozent. Das stützte den Dollar, der Euro kam auf 1,1722 Dollar zurück. Marktteilnehmer erklärten die Euro-Schwäche auch mit einem nach unten revidierten Einkaufsmanagerindex für die Industrie in der Eurozone im Dezember.

Beim den Edelmetallpreisen beruhigte sich das zuletzt volatile Geschäft. Die Feinunze Gold legte um 0,2 Prozent auf 4.329 Dollar zu, Silber um 1,7 Prozent auf 72,51 Dollar.

Die Ölpreise gaben leicht nach um 0,3 Prozent. Wenn am Sonntag die Opec+-Länder zusammentreffen, werde allgemein eine Bekräftigung des Beschlusses erwartet, die Förderziele im ersten Quartal unverändert zu lassen, hieß es im Handel.

KI-Fantasie stützt Kurse von Halbleiteraktien

Im Technologiesegment wurden Halbleiteraktien mit KI-Fantasie favorisiert, wenngleich auch hier Anfangsgewinne im Verlauf abbröckelten. Nvidia stiegen um 1,3 Prozent, AMD um 4,3 und Broadcom um 0,4 Prozent. Western Digital legten um 9,0 Prozent zu. Die Aktie des Datenspeicherexperten war 2025 mit einem Anstieg um 282 Prozent der größte Gewinner im S&P-500-Index. Das Papier des Speicherchipherstellers Micron Technology gewann 10,5 Prozent, aufbauend auf einem 2025er Kursplus von 239 Prozent. Der Kurs des Flash-Speicherherstellers Sandisk schnellte um 15,9 Prozent nach oben.

Intel machten einen Satz um 6,7 Prozent auf 39,38 Dollar mit der Mitteilung von Nvidia an die Börsenaufsicht, wonach Nvidia Ende Dezember seinen Beteiligungseinstieg bei Intel im Wert von 5 Milliarden Dollar zum Stückpreis von 23,28 Dollar abgeschlossen hat.

Für Vertiv Holdings ging es um 8,4 Prozent aufwärts. Die Analysten von Barclays stufen die Aktie nun mit "Übergewichten" ein und begründen dies damit, dass das Unternehmen, das Kühllösungen für Rechenzentren herstellt, wahrscheinlich die Erwartungen übertreffen und die Prognosen anheben wird, wenn es im Februar Zahlen vorlegt.

Kräftige Gewinne gabt es bei Aktien von Möbelherstellern, nachdem US-Präsident Trump in einer Ankündigung an Silvester einen Rückzug machte und geplante Zollerhöhungen auf Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische um ein Jahr verschob. RH schnellten um 8,0 und Wayfair um 6,1 Prozent nach oben.

Tesla fielen den siebten Handelstag in Folge, diesmal um 2,6 Prozent. Der Elektroautohersteller lieferte im vierten Quartal weniger Autos aus als im Vorjahrszeitraum. Analysten hatten das zwar erwartet, Tesla aber dennoch die Konsensschätzung. Tesla wurde derweil 2025 als weltgrößter Hersteller von Elektrofahrzeugen entthront, und zwar vom chinesische Autobauer BYD.

Rüstungsaktien kletterten, nachdem Präsident Trump mit einer militärischen Intervention im Iran gedroht hatte, falls die Behörden inmitten der anhaltenden Proteste mit tödlicher Gewalt gegen Demonstranten vorgehen sollten. AeroVironment legten um 5,9 Prozent zu, Kratos Defense um 4,5, Lockheed Martin um 2,8 und L3Harris um 3,7 Prozent. RTX verteuerten sich um 2,1 Prozent.

Sable Offshore machten einen Satz um 30 Prozent, nachdem ein Bundesgericht den Antrag von Umweltgruppen abgelehnt hatte, den Start einer umstrittenen Ölpipeline des Unternehmens zu stoppen.

INDEX        zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA       48.382,39    +0,7%   319,10     0% 
S&P-500      6.858,47    +0,2%   12,97     0% 
NASDAQ Comp    23.235,63    -0,0%   -6,36     0% 
NASDAQ 100    25.206,17    -0,2%   -43,68     0% 
 
 
DEVISEN       zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 18:00  % YTD 
EUR/USD       1,1723    -0,2%   1,1749   1,1756   0% 
EUR/JPY       183,85    -0,2%   184,18   183,59   0% 
EUR/CHF       0,9286    -0,2%   0,9310   0,9287   0% 
EUR/GBP       0,8708    -0,2%   0,8723   0,8712   0% 
USD/JPY       156,83    +0,0%   156,76   156,12   0% 
GBP/USD       1,3462    -0,1%   1,3468   1,3494   0% 
USD/CNY       7,0207    -0,1%   7,0260   7,0324   0% 
USD/CNH       6,9707    -0,1%   6,9773   7,0001   0% 
AUS/USD       0,6696    +0,4%   0,6669   0,6690   0% 
Bitcoin/USD    89.765,65    +1,4% 88.546,45 87.544,55   0% 
 
ROHÖL        zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex       57,27    57,42   -0,3%   -0,15 -20,1% 
Brent/ICE       61,88    61,92   -0,1%   -0,04 -18,6% 
 
 
METALLE       zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold        4.329,46   4.320,37   +0,2%    9,09   0% 
Silber        72,53    71,30   +1,7%    1,23   0% 
Platin       1.824,19   1.753,24   +4,0%   70,95   0% 
Kupfer         5,64     5,63   +0,2%    0,01 +37,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewaähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 02, 2026 16:25 ET (21:25 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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