DJ Thyssenkrupp erwägt schrittweisen Verkauf der Stahlsparte an Jindal - Agentur
DOW JONES--Thyssenkrupp könnte seine Stahlsparte nach Informationen von Reuters in mehreren Schritten an Jindal Steel International verkaufen. Beide Seiten ringen um eine praktikable Lösung für das komplexe Geschäft, wie drei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur sagten. In einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen, heißt es in dem Bericht. Später könnten abhängig vom Sanierungsfortschritt weitere Tranchen folgen.
Thyssenkrupp erlaube ein solches Vorgehen, die Absicherung von Pensionslasten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zu strecken, zitiert Reuters einen der Informanten. Die seien bei früheren Verkaufsversuchen ein großes Hindernis gewesen. Die Buch-Prüfung laufe allerdings noch, heißt es in dem Bericht weiter. Die Details einer möglichen Vereinbarung könnten sich noch ändern.
In einer Stellungnahme von Thyssenkrupp heißt es, man führe vertrauliche Gespräche mit Jindal Steel International und den Arbeitnehmervertretern über einen eventuellen Verkauf der Stahlsparte. "Alle relevanten Parameter - einschließlich Bewertung, Verpflichtungen und künftiger Investitionen - werden im laufenden Due-Diligence-Prozess sowie in etwaigen Vertragsverhandlungen direkt zwischen den Parteien adressiert." Zu einzelnen Aussagen, die aktuell lediglich einen Zwischenstand darstellen könnten, werde sich der Konzern nicht äußern.
Das indische Unternehmen hatte im Herbst ein unverbindliches Angebot für Thyssenkrupp Steel Europe vorgelegt. Thyssenkrupp-CEO Miguel Lopez bezeichnete im Dezember auf der Bilanzpressekonferenz Jindal als optimalen Partner für TKSE, man habe für den Fall eines Scheiterns der Gespräche mit Jindal aber einen Plan B.
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January 07, 2026 03:22 ET (08:22 GMT)
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