NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem starken Jahresauftakt gehen Investoren auch am Donnerstag vorsichtiger an US-Aktien heran. US-Präsidenten Donald Trump übt Druck auf die Rüstungsindustrie aus. Mit Spannung wird zudem bereits der monatliche Arbeitsmarktbericht am Freitag erwartet, der auch für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed wichtig ist.
Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial am Mittwoch gut eine Stunde vor dem Börsenstart 0,3 Prozent tiefer auf 48.847 Punkte. Dem US-Leitindex und dem marktbreiten S&P 500 waren am Vortag zunächst Rekorde gelungen, bevor Trumps Pläne für Verluste sorgten. Anleger hatten dabei offenbar auch Respekt vor der 50.000-Punkte-Marke des Dow, die dicht bevor stand.
Noch keine Rekorde kann 2026 der technologielastige Nasdaq 100 verbuchen, den IG am Donnerstag 0,1 Prozent tiefer auf 25.623 Punkte taxierte. Die sieben bedeutendsten Tech-Werte der USA zeigen sich vorbörslich durchwachsen: Ein Plus von 1,5 Prozent zeichnet sich bei Alphabet ab nach einer Hochstufung auf "Overweight" durch Cantor Fitzgerald. Apple dagegen sind unter ihnen der größte Verlierer.
Eine erwartete Erholungsrally im Rüstungssektor konnte das vorbörsliche Gesamtbild in New York nicht aufhellen. Die Branchenwerte erholten sich davon, dass sie am Vortag noch unter Trumps geplantem Verbot von Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen gelitten hatten. Nun drängt es in den Vordergrund, dass das Militärbudget für das Jahr 2027 deutlich auf 1,5 Billionen Dollar erhöht werden soll.
Unter Anlegern kam Fantasie auf für mögliche Profiteure. Die Aktien US-amerikanischer Konzerne wie Lockheed Martin, RTX, L3Harris oder Northrop Grumman zogen vorbörslich um bis zu 8,5 Prozent an.
Unter Druck stehen vorbörslich die 3,3 Prozent niedrigeren Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa, die von JPMorgan mit "Underweight" auf ein negatives Votum abgestuft wurden. Analyst Bill Peterson gibt in einem Ausblick auf die kommende Branchen-Berichtssaison Kupferaktien den Vorzug vor Aluminium. Er verwies dabei auch auf die Bewertung der Alcoa-Aktien, die zuletzt ein Hoch seit Juni 2022 erreicht hatten./tih/jha/
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