LONDON (dpa-AFX) - Die wieder aufgenommenen Fusionsgespräche von Rio Tinto und Glencore haben bei den Aktien am Freitag zu merklichen Kursreaktionen geführt. Während Glencore um 8,2 Prozent anzogen, sanken Rio Tinto nach der steilen Aufwärtsbewegung seit Mitte des Vorjahres um 2,4 Prozent.
Die Bergbaukonzerne hatten ihre vor rund einem Jahr beendeten Fusionsgespräche angesichts der weltweiten Rohstoffknappheit wiederbelebt. Glencore sprach am Donnerstagabend von vorläufigen Gesprächen mit dem Rivalen und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times" ("FT"). Ein Deal könnte den weltgrößten Rohstoffkonzern mit einem Unternehmenswert inklusive Schulden von mehr als 260 Milliarden US-Dollar schaffen.
Die Analysten von RBC bezeichneten den Bereich Kohle und das Marketing als Knackpunkte. Ein Zusammengehen würde strategisch zwar Sinn machen, wäre finanziell und operativ aber mit hohen Risiken behaftet. Wettbewerber BHP Group dürfte der Schaffung eines neuen Champions kaum tatenlos zusehen und könnte mit einem eigenen Gebot dazwischen funken.
Analyst Derren Nathan von der britischen Investmentfirma Hargreaves Lansdown begründete die Verluste von Rio Tinto mit Bedenken der Anleger. Eine Fusion garantiere keineswegs, für die Aktionäre Wert zu schaffen./mf/niw/mis
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