Pyramid fokussiert sich nach Darstellung von SMC-Research mit einem Teilverkauf des faytech-Geschäfts stärker auf den europäischen Markt, zugleich sorgen steigende Preise bei IT-Komponenten für Margendruck. Angesichts einer steigenden Nachfrage nach den Leistungen von Pyramid sieht SMC-Analyst Holger Steffen trotzdem eine gute Basis für Umsatz- und Ertragssteigerungen.
Als Reaktion auf die enttäuschende Geschäftsentwicklung der letzten Jahre habe Pyramid laut SMC-Research eine Fokussierung auf die europäischen Kernmärkte beschlossen. Im Zuge dessen sei nun ein Management-Buy-out für die außereuropäischen Aktivitäten von faytech, inklusive der Produktion in China, vereinbart worden. Damit profiliere sich die Gesellschaft noch stärker als ein deutscher Anbieter für die kritische IT-Infrastruktur.
Dieses Angebot stoße angesichts der geopolitischen Turbulenzen auf eine zunehmende Resonanz, was Pyramid im letzten Oktober bereits mit der Gewinnung eines großen Rahmenvertrags für Hochleistungsserver mit KI-Funktionalitäten mit einem Umsatzvolumen von mehr als 100 Mio. Euro in einem Zeitraum von mindestens drei Jahren habe bestätigen können.
Zugleich bestehe im Markt aktuell ein verstärkter Margendruck wegen stark steigender Preise für IT-Komponenten, insbesondere für Speicherchips.
Das Management habe das und die Trennung von den außereuropäischen faytech-Aktivitäten in einer Aktualisierung der Prognose für 2026 und 2027 berücksichtigt, die nun für dieses Jahr einen Umsatz von 87 bis 93 Mio. Euro und ein EBITDA von etwa 4,2 bis 4,7 Mio. Euro (zuvor: 92 bis 102 Mio. Euro bzw. 5 bis 6 Mio. Euro) und für 2027 ein weiteres Wachstum auf 105 bis 120 Mio. Euro beim Umsatz und 5,0 bis 6,0 Mio. Euro beim EBITDA (zuvor: 115 bis 130 Mio. Euro bzw. 6 bis 7,5 Mio. Euro) vorsehe.
Auch wenn die Entwicklung der Komponentenpreise dabei einen gewissen Unsicherheitsfaktor darstellt, sehen die Analysten in der Auftragslage eine gute Basis für diese Projektion. In ihrem Modell haben sie für 2026 Werte im unteren Bereich der Zielspannen und für 2027 in der Mitte der Guidance unterstellt.
Mit der Aktualisierung habe sich ihr Kursziel von 1,80 auf 1,60 Euro reduziert, signalisiere aber ein hohes Erholungspotenzial für die Aktie. Der Roll-out des großen Rahmenvertrags und weitere Fortschritte im Zahlenwerk könnten die Impulse bieten, um dieses Potenzial zu realisieren, so die Analysten .
Ihr Urteil laute jetzt indes "Speculative Buy" (bislang "Buy"), bis alle Umstrukturierungen abgeschlossen und der Start der Abarbeitung des Rahmenauftrags einen positiven operativen Trend untermauere.
(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 13.01.2026 um 11:30 Uhr)
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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 13.01.2026 um 10:25 Uhr fertiggestellt und am 13.01.2026 um 11:00 Uhr veröffentlicht.
Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: https://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2026/01/2026-01-13-SMC-Comment-Pyramid_frei.pdf
Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.



