FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Fuchs-Vorzugsaktie hat am Dienstag von positiven Studien profitiert und ist mit 40,40 Euro zeitweise auf den höchsten Stand seit Ende Oktober gesprungen. Zuletzt ging es für sie an der MDax-Spitze um 4,1 Prozent auf 39,90 Euro nach oben. Damit übersprang die Aktie die 50- und die 90-Tage-Linien, die den mittelfristigen Trend signalisieren. Damit könnte ihr Kurs seinen seit Anfang November anhaltenden Seitwärtslauf beenden.
Für Auftrieb dürfte vor allem eine Studie der US-Bank JPMorgan gesorgt haben. Analystin Angelina Glazova nahm die Aktie des Schmierstoffherstellers mit "Overweight" und einem Kursziel von 49 Euro in die Bewertung auf. Fuchs sei führend in seinem Bereich und habe mit Blick auf den freien Finanzmittelfluss (Free Cashflow) starkes Potenzial, schrieb sie.
Analyst Martin Comtesse von Jefferies äußerte sich für das neue Jahr zudem "vorsichtig optimistisch" zu Fuchs und bekräftigte sein Anlageurteil "Buy" mit einem Kursziel von 55 Euro. Trotz des zuletzt starken Laufs des Aktienmarktes gebe es weiterhin attraktiv bewertete Einzelaktien, schrieb er in einer Studie zu Europas mittelgroßen Konzernen. Eine lockere Geldpolitik und die Konjunkturmilliarden der deutschen Regierung verbesserten die Finanzierungsbedingungen sowie die heimische Nachfrage. Davon sollten vor allem mittelgroße Unternehmen profitieren.
Für Fuchs sieht er zwar mit Blick auf die durchschnittlichen Analystenschätzungen kein größeres Aufwärtspotenzial, doch gesamtwirtschaftlich gesehen scheine das Schlimmste vorerst überstanden zu sein. Dabei verwies er auf Aussagen des deutschen Industrieverbandes VDMA sowie den regionalen Wirtschaftsausblick des IWF für die Asien-Pazifik-Region und die USA, die zu den wichtigsten Wachstumsregionen für Fuchs zählten. Gespannt dürften die Investoren nun auf den Kapitalmarkttag des Unternehmens im April warten, wenn Fuchs voraussichtlich seinen Fünfjahresausblick vorstellen werde.
Im Vergleich zu früheren Kapitalmarkttagen dürfte Fuchs voraussichtlich "vorbehaltliche Ziele für 2031" vorstellen, die jährlich überprüft würden, schätzt Comtesse. Basierend auf den bestehenden mittelfristigen Zielen eines Umsatzwachstums im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie einer Marge für das operative Ergebnis (Ebit) von 15 Prozent könnte dies eine Anhebung der Schätzungen für 2030/31 um zirka 10 bis 20 Prozent bedeuten.
Für 2026 rechnet Comtesse zudem mit einem weiteren Mengenwachstum. Dieses dürfte von den jüngsten Zukäufen, Partnerschaften mit Herstellern in China und Indien sowie der Spezialitäten-Sparte angetrieben werden./ck/stw/stk



