Laut einem Bericht des Handelsblatts evaluiert Lufthansa, wie sie zusätzliche Langstrecken-Kapazität in Deutschland sichern kann, um eine Flottenexpansion von etwa 20 % bis 2030 zu unterstützen. Dabei werden zwei Hauptoptionen überprüft: zum einen die Erweiterung des Terminals 2 am Flughafen München, die wohl allein nicht ausreichen wird; zum anderen die Verlagerung von Lufthansa und Star Alliance in ein renoviertes Terminal 2 am Flughafen Frankfurt ab 2030, mit der Möglichkeit, dieses mit Terminal 1 zu einem Mega-Terminal für 70-75 Millionen Passagiere zu fusionieren. Lufthansa drängt anscheinend darauf, das "Münchener Modell" in Frankfurt zu replizieren, indem sie ein Joint Venture mit Fraport bildet und eine signifikante Minderheitsbeteiligung eingeht, um operativen Einfluss auszuüben und Zugang zu Einnahmen aus dem Non Aviation-Bereich zu erhalten, während die Renovierungskosten von über 1 Milliarde EUR geteilt werden. Einerseits würde diese Lufthansas langfristiges Engagement in Frankfurt absichern und Fraports finanzielles Risiko reduzieren. Fraport ist aber zurückhaltend, da es den Verlust von Kontrolle und hochrentabler Einnahmen aus dem Non Aviation-Bereich bedeuten würde. Hinzu kommen potenzielle regulatorische Herausforderungen. Die Auswirkungen auf die Bewertung bleiben ungewiss. Wir bestätigen unser SELL-Rating und DCF-basiertes Kursziel von 62,00 EUR. Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/fraport-ag
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