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Jamie Coleman (MFS): Ereignisreiche Woche, stabile Märkte

25. Dezember 2025 bis 9. Januar 2026

Internationale Aktien notierten diese Woche nur knapp unter ihren Allzeithochs, wobei Anleger weiter von Technologieriesen in Small Caps und Substanzwerte umschichteten. Die US-Zehnjahresrendite stieg von 4,16% vor der Weihnachtspause auf 4,20%. Das Barrel Rohöl der Sorte West Texas Intermediate kostete mit 58,75 US-Dollar ähnlich viel wie in der Vorwoche. Gemessen an Terminkontrakten auf den CBOE Volatility Index (VIX) fiel die Volatilität leicht von 16,85 am Heiligabend auf 16,45.

Konjunktur

Überraschend geringer Beschäftigungszuwachs in den USA, aber niedrigere Arbeitslosenquote

Im Dezember wurden in den USA 50.000 neue Stellen geschaffen, weniger als die erwarteten 70.000. Dennoch fiel die Arbeitslosenquote von ihrem (auf 4,5% herunterkorrigierten) Novemberwert auf 4,4%. Auch die Beschäftigung der beiden letzten Monate wurde um zusammen 76.000 nach unten korrigiert. Die Daten sprechen zwar nicht für einen besonders starken Arbeitsmarkt, aber auch nicht für einen weiteren Rückgang. Die Fed dürfte ihren Leitzins auf der Offenmarktausschusssitzung in diesem Monat daher unverändert lassen. Am Markt erwartet man die nächste Zinssenkung erst für Mitte 2026.

USA wollen Venezuela nach der Gefangennahme Maduros stabilisieren

Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Truppen in Caracas gibt es erste Anzeichen für eine Kooperationsbereitschaft der geschäftsführenden Regierung. Gegenüber der Presse sprach US-Außenminister Marco Rubio am Mittwoch von einem dreistufigen Prozess. Man wolle Venezuela zunächst stabilisieren, das Land dann wieder auf die Beine bringen und schließlich den Übergang zur Demokratie begleiten.

Das staatliche Ölunternehmen Petróleos de Venezuela will jetzt die Lieferung von 30 bis 50 Millionen Barrel venezolanischem Öl in die USA ermöglichen. Es soll zu Marktpreisen verkauft werden, wobei die Erlöse beiden Ländern zufließen sollen. Laut Rubio zeigt das, dass sich die Beziehungen der USA zur venezolanischen Regierung bereits verbessern. Dem Vernehmen nach hat Venezuela den USA bei der Beschlagnahmung eines Öltankers in der Karibik geholfen. Er wird der Schattenflotte des Landes zugerechnet, die den Rohöl-Schwarzmarkt mit sanktioniertem Öl beliefert. Die USA teilten mit, bestimmte Sanktionen zu lockern, um Transport und Verkauf venezolanischen Rohöls und anderer Ölprodukte zu ermöglichen. Außerdem soll das Land wieder bestimmte Bohrtechnik, Ersatzteile und Dienstleistungen importieren können. Nach Jahrzehnten der Korruption und des Missmanagements befindet sich die venezolanische Ölindustrie in einem beklagenswerten Zustand. Es könnte Jahre dauern, bis die alte Förderung wieder erreicht wird.

Am Freitagmorgen sagte Trump, dass er die Pläne für einen zweiten Angriff auf Venezuela aufgegeben habe. Stattdessen lobte er die Zusammenarbeit mit der geschäftsführenden Regierung. Außerdem äußerte er sich erfreut darüber, dass Venezuela eine Reihe politischer Gefangener freilassen will.

Trump kündigt zahlreiche Initiativen an

Am Mittwoch kündigte Trump über die sozialen Medien eine Reihe von Initiativen an. Die erste Salve seiner Posts richtete sich an institutionelle Investoren, denen er den Kauf von Einfamilienhäusern und deren Umwandlung in Mietwohnungen untersagen will. Auf der Konferenz in Davos wolle er konkrete Vorschläge machen, wie sich mehr Menschen ein Haus leisten und das Immobilienangebot steigen könne. Der Präsident sagte auch, dass der Kongress einem solchen Verbot zustimmen müsse. Am Donnerstag erklärte dann US-Finanzminister Scott Bessent, dass Investoren nicht zum Verkauf von Häusern gezwungen würden, man ihnen aber weitere Käufe untersagen wolle. Am selben Tag ließ Trump wissen, dass die staatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac für 200 Milliarden US-Dollar Hypothekenanleihen kaufen wollen, was Immobilien ebenfalls erschwinglicher machen solle. Berichten zufolge könnte der Präsident auch den Kongress auffordern, abschlagsfreie Entnahmen aus 401(k)- und 529-Plänen zur Rückzahlung von Hypothekenkrediten zu ermöglichen.

Unabhängig davon sprach sich der Präsident für einen Verteidigungshaushalt in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar für das Haushaltsjahr 2026 aus. Darüber hinaus kritisierte er Rüstungsunternehmen dafür, dass sie Aktien zurückkaufen und Dividenden zahlen, statt in neue Produktionsstätten zu investieren. Im Zusammenhang mit den langen Lieferzeiten für Militärtechnik erwähnte er auch die hohen Gehälter der Manager und meinte, dass keine Führungskraft im Rüstungssektor "mehr als 5 Millionen US-Dollar verdienen" solle. In diesem Haushaltsjahr sind etwa 900 Milliarden US-Dollar für Verteidigung vorgesehen. Analysten bezweifeln, dass der Kongress eine Aufstockung um 600 Milliarden akzeptieren wird. Trotz seiner starken Stellung hat der Präsident nach Einschätzung von Analysten nicht die Befugnis, Rüstungsunternehmen Ausschüttungen an die Aktionäre zu untersagen oder sie zur Deckelung der Managergehälter zu zwingen.

Kurz gefasst

Die amerikanischen Einkaufsmanagerindizes waren im Dezember uneinheitlich. Der PMI für das Verarbeitende Gewerbe fiel auf den niedrigsten Wert seit 14 Monaten. Der Dienstleistungsindex stieg hingegen auf ein 14-Monats-Hoch.

Für Freitag ist ein Treffen von fast 20 Ölmanagern mit Präsident Trump im Weißen Haus geplant, bei dem über den Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie gesprochen werden soll.

Präsident Trump sagte der New York Times, dass er seine Entscheidung über den neuen Notenbankchef getroffen habe. Noch habe er aber mit niemandem darüber gesprochen.

Laut Kevin Hassett, Direktor des National Economic Council, hat die Regierung einen Plan B für den Fall, dass der Supreme Court die mit Notstandsgesetzen begründeten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Hassett bekräftigte außerdem, dass er Notenbankchef werden wolle, wenn man ihm die Stelle anböte. Anders als erwartet hat der Supreme Court am Freitag noch kein Urteil verkündet.

Nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Maduro wiederholte Trump mehrfach, dass er Grönland annektieren wolle. Am Donnerstag berichtete Reuters, dass das Weiße Haus den Grönländern zwischen 10.000 und 100.000 Dollar anbieten wolle, damit sie kooperierten.

Die wirtschaftliche Lage im Iran blieb schwierig, und die Proteste hielten die ganze Woche über an.

Die Preise für Industriemetalle sind diese Woche weiter gestiegen. Der hohe Bedarf an Energiespeichern und die wachsende Nachfrage für die KI-Infrastruktur sorgten für eine anhaltende Rallye. Der Kupferpreis stieg an der London Metal Exchange diese Woche auf mehr als 13.000 US-Dollar je Tonne.

Am Dienstag beschränkte China den Export militärisch nutzbarer Güter nach Japan. Zuvor hatte sich Japans Premierministerin Sanae Takaichi zu Taiwan geäußert. Japan bezeichnete die Beschränkungen als "vollkommen inakzeptabel". Die chinesischen Staatsmedien berichteten diese Woche, dass Peking die Exporte Seltener Erden nach Japan ebenfalls begrenzen wolle.

Große amerikanische Multinationals wurden diese Woche offiziell von der 15-prozentigen weltweiten Mindeststeuer ausgenommen, auf die sich 150 Länder geeinigt hatten.

Großbritannien und Frankreich vereinbarten, Tausende von Soldaten für eine internationale Einsatztruppe in der Ukraine nach einem Waffenstillstand mit Russland zur Verfügung zu stellen. Die USA haben sich bereit erklärt, die Überwachung zu leiten, aber noch keine Truppen zugesagt.

Die chinesischen Verbraucherpreise sind im Dezember den dritten Monat in Folge gestiegen, und zwar um 0,8% z.Vj. Die Produzentenpreise fielen weiter. Sie gingen seit Oktober 2022 jeden Monat zurück.

Diese Woche starb der republikanische Kongressabgeordnete Doug LaMalfa, der seit 13 Jahren einen nordkalifornischen Wahlkreis vertrat. Damit ist die knappe republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus auf 218 zu 213 gefallen.

Nach den vorläufigen Zahlen ist die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA im 3. Quartal um 4,9% gestiegen. Die Zahlen für das 2. Quartal wurden deutlich nach oben korrigiert, von 3,3% auf 4,1%. Durch den Produktivitätsanstieg fielen die Lohnstückkosten im 3. Quartal um 1,9%, nachdem sie im 2. Quartal nach den starken Revisionen sogar um 2,9% gefallen waren. Fallende Lohnstückkosten sind ein Hinweis darauf, dass die Fed die Inflation erfolgreich bekämpft.

Das amerikanische Handelsbilanzdefizit fiel im Oktober auf 29,4 Milliarden US-Dollar, den niedrigsten Wert seit 2009. Der Septemberwert wurde von zunächst 52,8 auf 48,1 Milliarden US-Dollar nach unten korrigiert. Das niedrigere Handelsbilanzdefizit hat vor allem damit zu tun, dass jetzt wieder Gold aus den USA abfließt, nachdem Anfang 2025 in Erwartung von Zöllen viel Gold in die USA importiert wurde. Ein weiterer Grund ist die Normalisierung der Medikamentenimporte, die letztes Jahr in Erwartung der Zölle stark gestiegen waren. Was auch immer die genauen Gründe sind, das fallende Handelsbilanzdefizit könnte das Wirtschaftswachstum im 4. Quartal stärken.

Am Mittwoch teilte das amerikanische Bureau of Economic Analysis mit, dass der PCE-Preisindex für Oktober als Durchschnitt der Werte für September und November berechnet werden soll. Der Index ist der für die Fed wichtigste Inflationsindikator.

Deutschland veröffentlichte am Donnerstag die Auftragseingänge in der Industrie im November. Mit einem Anstieg um 10,5% z.Vj. waren sie überraschend hoch; man hatte lediglich 2,9% Zuwachs erwartet. Laut Deutscher Bank ist das, von der Coronazeit abgesehen, der stärkste Anstieg seit fast 15 Jahren.

US-Finanzminister Bessent sagte am Donnerstag, dass er für dieses Jahr einen Rückgang des US-Haushaltsdefizits um 300 bis 500 Milliarden US-Dollar erwarte. Außerdem erwarte er, dass Trump vermutlich kurz vor oder kurz nach dem World Economic Forum in Davos über die Nachfolge von Jerome Powell entscheiden werde. Die Konferenz dauert vom 19. bis zum 23. Januar.

Im Dezember sind die Verbraucherpreise im Euroraum um 2% z.Vj. gestiegen, was genau dem EZB-Zielwert entspricht.

Diese Woche stiegen wichtige Aktienindizes weltweit auf neue Rekordhochs, darunter der S&P 500, der Dow Jones Industrial Average, der FTSE 100, der Nikkei 225 und der südkoreanische KOSPI.

Nächste Woche

Montag: Baubeginne in den USA

Dienstag: Verbraucherpreise und Verkäufe neuer Immobilien in den USA

Mittwoch: Einzelhandelsumsätze, Produzentenpreise und Verkäufe von Bestandsimmobilien in den USA

Donnerstag: BIP und Industrieproduktion in Großbritannien, Industrieproduktion im Euroraum

Freitag: Industrieproduktion in den USA

Fokussiert und diversifiziert bleiben

Unabhängig vom Marktumfeld halten wir es für sehr wichtig, dass Investoren stark nach Assetklassen diversifizieren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Investmentberater können Sie dazu beitragen, dass Ihr Portfolio angemessen diversifiziert ist und zu Ihren Langfristzielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft passt. Diversifikation garantiert aber keine Gewinne und schützt auch nicht vor Verlusten.

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Quellen: MFS Research, Wall Street Journal, Financial Times, Reuters, Bloomberg News, FactSet Research.

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