DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
MERCEDES - Mitten im neu aufgeflammten Zollstreit will der Autobauer Mercedes-Benz seine Produktion in den USA deutlich ausweiten - allerdings später als angekündigt. Das SUV-Modell GLC solle nun "etwas später als 2027" im US-Werk Tuscaloosa vom Band rollen, sagte Konzernchef Ola Källenius dem Handelsblatt im Umfeld der Technologiemesse CES Anfang Januar. Einen genauen Zeitpunkt nennt Mercedes nicht. Ursprünglich wollte der DAX-Konzern das Fahrzeug bereits kommendes Jahr in dem Werk im US-Bundesstaat Alabama fertigen. Anders als zunächst geplant, will Mercedes nicht mehr die aktuelle Verbrenner-Version des GLC in den USA produzieren, sondern erst das Nachfolgermodell. Offenbar erhofft sich Mercedes von dem neuen Fahrzeug eine höhere Nachfrage. Der aktuelle GLC wurde im Juni 2022 vorgestellt. Die Entscheidung bedeute keine Produktionsverlagerung aus Deutschland, sagt Källenius. (Handelsblatt)
FORD - Während Kritiker des neuen E-Auto-Bonus Autokonzernen wie Volkswagen unterstellen, dass sie künftig den Bonus auf ihren hauseigenen Rabatt anrechnen würden, geht Ford in die entgegengesetzte Richtung: Noch am Montag, dem Tag der Präsentation der E-Auto-Prämie, hat Ford zusätzlich zur staatlichen Prämie einen eigenen Bonus von 5.000 Euro je Elektroauto angekündigt. "Wir wollen neben der individuell gestalteten staatlichen Förderung auch die Hälfte der Deutschen erreichen, für die kein Bonus vorgesehen ist", sagt Christoph Herr, Ford-Verantwortlicher für die deutschsprachigen Länder. Diese Ansage wird auch zur Herausforderung für Opel, die deutsche Marke des Stellantis-Konzerns. (FAZ)
AMS-OSRAM - Der hochverschuldete Konzern AMS-Osram hat sich finanziell etwas Luft verschafft. Das Unternehmen löse einen Teil der Pensionsrückstellungen auf und gewinne so mehrere Hundert Millionen Euro Liquidität, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Der Konzern bestätigte auf Anfrage ein solches Konstrukt grundsätzlich. Seit der Übernahme des deutschen Traditionskonzerns Osram durch den kleineren Sensorspezialisten AMS vor gut fünf Jahren ist das gemeinsame Unternehmen hochverschuldet. Die Nettofinanzschulden einschließlich sogenannter Sale-and-lease-back-Verpflichtungen betrugen zuletzt rund 2 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres machte AMS-Osram leichte Verluste. Der Druck, die Verschuldung zu senken, ist hoch. (Handelsblatt)
GROK - Die EU-Kommission plant, Maßnahmen gegen Elon Musks KI-Chatbot Grok zu ergreifen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kommissionskreisen. Der Chatbot kann Nacktbilder und "Bikini-Videos" von echten Personen ohne deren Einwilligung erstellen, bis vor Kurzem auch von Minderjährigen. Inzwischen hat X zwar Maßnahmen ergriffen, die die Funktionalität einschränken und die Sexualisierung von Kinderbildern unterbinden. Diese gingen jedoch nicht weit genug, heißt es aus EU-Kommissionskreisen. Grok dürfe diese "Ausziehfunktion" ohne Einwilligung nicht mehr anbieten - andernfalls werde der Dienst im europäischen Wirtschaftsraum gesperrt. (Handelsblatt)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/sha/mgo
(END) Dow Jones Newswires
January 20, 2026 00:23 ET (05:23 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.




