
© Foto: 2026 BYD Europe B.V.
Der chinesische Elektroautohersteller BYD hatte zuletzt schwere Zeiten. Als Star-Investor Warren Buffett seine BYD-Aktien verkaufte, ging der Kurs stark nach unten. Aber jetzt sieht es wieder besser aus. BYD verhandelt mit Ford über die Lieferung von Batterien. Das Unternehmen baut seine Aktivitäten im Ausland massiv aus. Und die Prognosen für den Markt sind gut. An der Börse hat sich die Aktie bei 10 bis 11 Euro gefangen. Experten glauben, dass der Kurs auf über 14 Euro steigen kann. Es ist scheinbar nur noch eine Frage der Zeit, bis es wieder aufwärts geht. Für Anleger, die etwas Risiko nicht scheuen, ergibt sich hier eine interessante Gelegenheit. Der chinesische Markt für E-Autos wächst weiter. Und BYD ist dort die Nummer eins.
Fundamentale Entwicklung: Starke Basis trotz Gegenwind
BYD ist in China Marktführer bei Elektroautos. Der Marktanteil liegt bei über 20 Prozent. Der chinesische Automobilverband rechnet für dieses Jahr mit fast 20 Millionen verkauften E-Autos in China. Das wären deutlich mehr als im Vorjahr. Schon 2025 wurden dort 16,5 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft. Das war ein neuer Rekord. Besonders interessant sind die Verhandlungen mit Ford. Der US-Konzern erwägt offenbar, Batterien von BYD für seine Hybridmodelle zu beziehen. Das würde BYDs Position als Zulieferer im globalen Autogeschäft deutlich stärken. Zusätzlich plant das Unternehmen, die Zahl seiner Auslandsfilialen bis 2027 zu verdoppeln. Die kürzliche Lieferung von 200 Elektrobussen an die Deutsche Bahn zeigt, dass BYD auch in Europa Fuß fasst. Der Heimatmarkt bleibt allerdings herausfordernd. Nach dem Auslaufen wichtiger Steuervergünstigungen verschärft sich der Preiskampf. BYD muss beweisen, dass die Größe auch in nachhaltige Gewinne umgemünzt werden kann. Die vertikale Integration und Kostenvorteile könnten dabei den Unterschied machen.

Charttechnik
Nach dem Buffett-Schock Mitte Januar, als die Aktie dann auch unter 12 Euro rutschte, hat sich das Papier stabilisiert. Bei 10 bis 11 Euro scheint sich ein tragfähiger Boden gebildet zu haben. Die Aktie notiert aktuell bei knapp 11 Euro und zeigt erste Erholungstendenzen. In der vergangenen Woche legte das Papier bereits etwas zu und durchbrach dabei wichtige gleitende Durchschnitte nach oben. Der Abstand zum SMA200 beträgt etwa 8 Prozent. Das sind deutlich geringere Abstände als noch im Herbst und Winter. Den 50er SMA hat die Aktie schon wieder überwunden. Das ist positiv. Technisch gesehen könnte die Aktie nun zum Rebound ansetzen. Analysten nennen Kursziele im Bereich von 14 Euro und darüber, was einem Aufwärtspotenzial von rund 33 Prozent entspricht. Ein Ausbruch über die 12,50-Euro-Marke würde weiteres Potenzial bis 15 oder 16 Euro eröffnen. Ein möglicher Stopp bietet sich im Bereich von 9,20 bis 9,40 Euro an. Das ergibt ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
Was tun?
BYD steht an einem Wendepunkt. Die fundamentalen Rahmenbedingungen sind trotz einiger Herausforderungen recht stabil. Der chinesische Markt für Elektrofahrzeuge dürfte weiter zulegen. Das Tempo könnte sich allerdings verlangsamen. Mit einem Marktanteil von ca. 23 Prozent ist BYD bestens positioniert. Die mögliche Partnerschaft mit Ford würde zusätzliche Wachstumsimpulse liefern und die internationale Reputation stärken. Charttechnisch hat sich die Aktie nach dem Verkauf durch Berkshire Hathaway gefangen. Die Bodenbildung zwischen 10 und 11 Euro scheint abgeschlossen. Wer jetzt einsteigt, kann auf einen Rebound bis 15 oder 16 Euro spekulieren. Mit einem Stopp bei 9,20 bis 9,40 Euro lässt sich das Risiko begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis spricht für einen Einstieg. Anleger sollten allerdings nicht vergessen, dass der Markt volatil bleibt. Der Preiskampf in China und geopolitische Unsicherheiten können kurzfristig belasten. Langfristig orientierte Investoren mit hoher Risikobereitschaft finden hier aber eine spannende Gelegenheit. BYD hat das Zeug, sich von den jüngsten Rückschlägen zu erholen und seine Führungsposition weiter auszubauen.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
Haftungsausschluss/Disclaimer
Die hier angebotenen Artikel dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals und - je nach Art des Investments - sogar zu darüber hinausgehenden Verpflichtungen, bspw. Nachschusspflichten, führen können. Die Informationen ersetzen keine auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Finanznachrichten.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss. Finanznachrichten.de hat bis zur Veröffentlichung der Artikel keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand der Artikel. Die Veröffentlichungen erfolgen durch externe Autoren bzw. Datenlieferanten. Infolgedessen können die Inhalte der Artikel auch nicht von Anlageinteressen von Finanznachrichten.de und/oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein.



