KI entwickelt sich zum nächsten strukturellen Wachstumstreiber von Infineon, da steigende Leistungsdichten und der Übergang zu höherspannungsbasierten Rechenzentrumsarchitekturen die Energieeffizienz zunehmend zu einem systemkritischen Engpass machen und damit die Rolle des Unternehmens entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Grid-to-Core strukturell ausweiten. Infineon erwartet, dass sich die KI-Umsätze im GJ26 auf rund EUR 1,5 Mrd. mehr als verdoppeln werden, ein Ziel, das wir angesichts der aktuellen Nachfragedynamik als eher konservativ einschätzen. Gleichzeitig beziffert das Unternehmen den adressierbaren Markt bis zum Ende des Jahrzehnts weiterhin auf EUR 8-12 Mrd., was nach unseren Schätzungen einem potenziellen KI-Umsatz von rund EUR 3,5 Mrd. im Jahr 2030 entspricht (mwb est.). Zwar bleibt das KI-Ökosystem strukturell konzentriert, wobei die drei größten Kunden rund 60 % der Umsätze ausmachen (mwb est.), dennoch wird die Nachfrage durch schnelle Innovationszyklen, steigende Leistungsdichten sowie einen zunehmend bedeutenden Ausbau der Energieinfrastruktur strukturell gestützt. Außerhalb des KI-Geschäfts verläuft die Erholung jedoch weiterhin langsam und uneinheitlich, da Leerkosten, inhärenter Preisdruck sowie negative Währungseffekte die kurzfristige Margenentwicklung belasten. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unser HALTEN-Rating, erhöhen jedoch unser Kursziel auf EUR 40,00, was die gestiegene Visibilität und Bedeutung des KI-Geschäfts widerspiegelt, zugleich aber die weiterhin verhaltene Dynamik im Kerngeschäft berücksichtigt. Die vollständige Analyse ist abrufbar unter https://research-hub.de/companies/infineon-technologies-ag
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