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Claus Walter (Freiburger Vermögensmanagement): Rekorde oder Rückschläge? Was 2026 für Anleger bringt

Januar 2026 -

Alles düster oder eitel Sonnenschein? Prognosen für die Märkte sind wichtig, weil es nicht klug ist, langfristige Geldanlage im Blindflug zu planen. Aber aufgrund problematischer Prophezeiungen in Handlungsstarre zu verfallen, ist sicher keine gute Strategie. Es gilt, vorbereitet zu sein und trotz Risiken Chancen zu nutzen.

Sie kennen sicher die Redewendung "den Kopf in den Sand stecken". Angeblich tut das der Vogel Strauß, wenn Gefahr naht. Er ignoriert einfach die Bedrohung, in dem er nichts tut. Dieses Verhalten lässt sich auch bei manchen Sparern beobachten. Um Risiken angesichts der vielfältigen Bedrohungslagen zu vermeiden, rühren sie das Ersparte einfach nicht an und lassen es auf dem Girokonto oder unter dem sprichwörtlichen Kopfkissen. Das ist keine gute Strategie, auch wenn die Aussichten für 2026 gemischt sind.

Die OECD geht nach 3,2 Prozent in 2025 von einem leicht sinkenden, aber weitgehend stabilen globalen Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent im neuen Jahr aus. Allerdings ist die Lage in der Welt sehr unterschiedlich. Zum Beispiel soll sich die deutsche Volkswirtschaft, die zuletzt nur um 0,3 Prozent wuchs, erholen: Mit einem Wachstum von 1,0 Prozent im Jahr 2026 ist der ehemalige Exportweltmeister aber noch immer im unteren Tabellendrittel der G20-Staaten. Auch die USA stehen mit einem Absinken des Wirtschaftswachstums von 2,0 auf 1,7 Prozent 2026 nicht gerade an der Spitze der prognostizierten Weltwirtschaftsentwicklung. Hier finden sich Staaten aus Asien, wie Indien, China und Indonesien. Eines der größten Probleme der vergangenen Jahre, die Geldentwertung, soll sich 2026 weiter abschwächen. Die Inflation, die global gesehen 2025 bei 3,4 Prozent lag, soll auf 2,9 Prozent sinken. Was bedeuten diese Zahlen für jemanden, der sein Kapital erhalten will oder für einen sorgenfreien Lebensabend spart?

Das Offensichtliche nicht vergessenNiemand kann sich für eine Prognose etwas kaufen und es gibt keine Garantien, dass sich die Welt tatsächlich in die erwartete moderate Richtung entwickelt. Die OECD weist zum Beispiel darauf hin, dass die positive Prognose vom Boom der künstlichen Intelligenz getragen wird. Sollten hier Erwartungen enttäuscht werden oder technische Neuentwicklung die Lage grundsätzlich verändern, könnte es ganz anders laufen. Auch die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf Weltwirtschaft und Geldwertstabilität "müssen erst noch gefühlt werden", schreibt die OECD. Gleichzeitig wird vor einem ganzen Strauß von Risiken gewarnt, wie explodierenden Staatsverschuldungen, Schwankungsrisiken von Kryptowährungen und allgemeinen Unsicherheiten wie die brüchige geopolitische Lage. Außerdem ist die Stimmung in Deutschland nicht gerade von Optimismus geprägt, egal ob es um unsere wichtigsten Industriezweige oder dringende Reformvorhaben in der Politik geht. Jetzt mag sich mancher denken, das klingt nicht gut, da ist es sicher das Beste, Geld möglichst flüssig für Krisen und Notfälle zusammenzuhalten. Was zunächst nach einer völlig logischen Konsequenz klingt, ist aber ziemlich wahrscheinlich keine gute Idee. Denn es stimmt, in 2026 gibt es jede Menge Unsicherheit. Aber dabei sollte nicht vergessen werden, die gab es größtenteils auch schon in 2025 und - wir wagen jetzt mal noch langfristigere Prognose - auch in das Jahr 2027 werden wir nicht ohne Risiken starten.

Wer aber im Dauersparmodus einfach immer weiter nichts tut, der gefährdet langfristig Vermögenswerte. Das war in den vergangenen Jahren mit den zum Teil zweistelligen Inflationsraten offensichtlich. Die Zahl auf dem Girokonto wurde zwar nicht kleiner, aber man konnte sich weniger dafür kaufen. Wer also für einen angenehmen Lebensabend vorsorgen oder die Kaufkraft des Vermögens einer Familie auf Dauer erhalten wollte, musste handeln. An dieser Ausgangslage hat sich grundsätzlich nichts geändert. Die Inflation ist zwar etwas abgeschwächt, liegt aber immer noch deutlich über dem Zinsniveau.

Man muss keine Aktien von KI-Unternehmen kaufen, um sein Erspartes zu erhalten, denn gute Geldanlage funktioniert nicht wie ein Besuch im Casino. Aber tatsächlich ist eine Überlegung wert, einen Teil des Vermögens in sorgfältig ausgewählte Möglichkeiten aus diesem spannenden Bereich zu investieren. Gleichzeitig empfiehlt es sich aber immer, Risiken möglichst breit zu streuen. Also nicht nur auf eine Branche, eine Region, eine Währung oder selbst eine Anlageklasse oder eine Strategie zu setzen. In den Depots unserer Kunden werden Sie immer eine ausgewogene Mischung aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren finden, kombiniert mit einem Goldanteil als Notanker. Bei größeren Vermögen gehen wir sogar noch einen Schritt weiter: Seit Kurzem bieten wir mit der FVM Select Vermögensverwaltungsstrategie die Möglichkeit, über uns zusätzlich die Expertise mehrerer unabhängiger Vermögensverwalter zu nutzen, also quasi Diversifikation 2.0.

Wir sind überzeugt, dass eine strategische Aufteilung des Vermögens es ermöglicht, auch in mit Unsicherheiten behafteten Situationen eine gute Balance von Chancen und Risiken zu erreichen und damit auch 2026 Vermögen möglichst zukunftssicher aufzustellen. Übrigens setzt auch der Vogel Strauß, anders als es die Redewendung vermuten lässt, nicht nur eine Strategie ein. Er vergräbt seinen Kopf gar nicht, sondern legt sich bei Gefahr nur flach auf den Boden, um sich zu verstecken. Wenn das nicht funktioniert, kann er blitzschnell davonrennen oder - sollte ihm ein Feind doch zu nahekommen - wirksame Krallen und den Schnabel einsetzen.

© 2026 Asset Standard
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

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Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.