
© Foto: 1999-2026 Infineon Technologies AG
Die Infineon-Aktie läuft endlich wieder. Monatelang ging es nur auf und ab, ohne dass sich etwas tat. Jetzt hat der Kurs den Sprung nach oben geschafft. Der Münchner Konzern steht kurz davor, seine alten Höchststände wieder zu erreichen. Experten erhöhen ihre Prognosen deutlich. Einige halten sogar 50 Euro für möglich. Woher kommt dieser Aufschwung? Ganz klar: vom KI-Boom.
Infineon liefert wichtige Bauteile für Rechenzentren, die Künstliche Intelligenz brauchen. Diese Strategie zahlt sich jetzt aus. Die Einnahmen in diesem Bereich sollen sich 2026 verdoppeln. Dazu kommen neue Partnerschaften und gute Bewertungen von Analysten. Das gibt der Aktie weiteren Schub. Am 4. Februar gibt es neue Zahlen - die Spannung steigt.
KI-Geschäft als Wachstumsmotor
Infineon war früher ein normaler Chip-Hersteller. Heute ist er ein wichtiger Partner für die KI-Welt. Die Zahlen zeigen es deutlich: Dieses Jahr soll Infineon etwa 1,5 Milliarden Euro mit KI-Technik umsetzen. Das ist doppelt so viel wie im Jahr davor. Und es sind 50 Prozent mehr als man zunächst dachte. Chef Jochen Hanebeck nennt als Grund die weltweit stark steigenden Ausgaben für KI-Anlagen. Rechenzentren brauchen spezielle Chips für die Stromversorgung. Genau das kann Infineon besonders gut. Bis 2030 könnte dieser Markt auf 8 bis 12 Milliarden Euro wachsen. Die Experten sind begeistert. Jefferies hat das Kursziel von 48 auf 52 Euro angehoben. Gleichzeitig empfehlen sie weiter den Kauf. Barclays hat nachgezogen und von 40 auf 44 Euro erhöht. Die Fachleute sehen das KI-Geschäft als dauerhaften Treiber. Das Vertrauen in Infineons Plan wächst merklich. Auch eine neue Partnerschaft in Indien sorgt für Aufmerksamkeit. Infineon arbeitet jetzt mit dem Ausbildungsinstitut NIELIT zusammen. Dort sollen Fachkräfte ausgebildet werden. Das zeigt: Der Konzern plant vorausschauend und will seine weltweiten Lieferketten stärker machen.

Charttechnik
Aus charttechnischer Sicht präsentiert sich die Infineon-Aktie in blendender Verfassung. Der Ausbruch aus der jahrelangen Seitwärtsrange ist geglückt. Die Aktie notiert aktuell bei rund 43 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier somit bereits deutlich zugelegt. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 37,14 Euro wurde deutlich nach oben durchstoßen, was den intakten Aufwärtstrend unterstreicht. Der 200er SMA notiert sowieso deutlich unter dem aktuellen Kurs. Die Handelsvolumina sind parallel zum Kursanstieg gestiegen, ein Zeichen für echtes institutionelles Interesse. Wichtige Widerstände hat die Aktie bereits hinter sich gelassen. Sollte der aktuelle Schwung anhalten, sind weitere Kursgewinne durchaus realistisch. Manche Beobachter halten sogar die 50-Euro-Marke und auch mehr für erreichbar, sofern die kommenden Quartalszahlen die hohen Erwartungen erfüllen oder übertreffen.
Was tun?
Charttechnisch hat Infineon den entscheidenden Befreiungsschlag geschafft und befindet sich in einem Aufwärtstrend. Fundamental überzeugt die Neuausrichtung auf das KI-Geschäft, auch wenn das klassische Kerngeschäft noch Schwächen zeigt. Der Automobilbereich, der über die Hälfte der Umsätze ausmacht, erholt sich nur schleppend. Dazu kommen Belastungen durch Leerkosten von rund 700 Millionen Euro, Preisdruck und Währungseffekte. Die Konsensprognose für das Gesamtjahr liegt bei 15,79 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von mehr als 7 Prozent. Beim Gewinn je Aktie erwarten Analysten eine große Steigerung auf 1,78 Euro. Das wären 131 Prozent mehr. Für Anleger mit mittelfristigem Horizont bietet sich hier eine interessante Chance. Das KI-Segment entwickelt sich zum echten Wachstumstreiber, während die etablierten Geschäftsfelder solide Cashflows liefern. Die Bewertung erscheint angemessen und auch noch ausbaufähig, das Momentum stimmt. Allerdings sollte man die Quartalszahlen am 4. Februar genau beobachten. Erfüllt oder übertrifft Infineon die Erwartungen, dürfte der Weg zu neuen Hochs frei sein. Enttäuscht das Zahlenwerk hingegen, könnte es zu Gewinnmitnahmen kommen und zu einer Rückkehr in die alte Range. Das Chancen/Risiko-Verhältnis stimmt, auch wenn kurzfristige Rücksetzer nicht ausgeschlossen sind.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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