Berlin - Der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, Denis Radtke, hat die Art und Weise, wie die eigene Partei über Reformen in den Sozialsystemen diskutiert, deutlich kritisiert. "Wenn man für handverlesene Wirtschaftsverbandsfunktionäre rhetorisch eine Lagerfeuerstimmung erzeugt und dabei aber das halbe Land vor den Kopf stößt, hat man faktisch kein Problem gelöst und gleichzeitig die Stimmung weiter verschlechtert", sagte der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe).
Er frage sich, was die Partei mit der Kommunikationsstrategie erreichen wolle, sagte der CDU-Politiker weiter. "Klar gibt es Blaumacher, klar gibt es Menschen, die sehr um ihre Work-Life-Balance bemüht sind. Aber das ist doch nicht die große Mehrheit", mahnte Radtke seine eigene Partei.
Die Arbeitnehmervertreter beklagen seit Längerem die Übermacht des Wirtschaftsflügels mit Parteichef Friedrich Merz und Generalsekretär Carsten Linnemann. "Wenn der Eindruck entsteht, wir hätten nicht mal eine grobe Vorstellung vom Alltag von Millionen Menschen in unserem Land, dann wird man so kein Vertrauen zurückgewinnen - im Gegenteil", fuhr Radtke fort. "Wir müssen Anreize erhöhen und die Rahmenbedingungen verbessern und nicht mit dem Finger auf ganze Teile der Bevölkerung zeigen."
Er frage sich, was die Partei mit der Kommunikationsstrategie erreichen wolle, sagte der CDU-Politiker weiter. "Klar gibt es Blaumacher, klar gibt es Menschen, die sehr um ihre Work-Life-Balance bemüht sind. Aber das ist doch nicht die große Mehrheit", mahnte Radtke seine eigene Partei.
Die Arbeitnehmervertreter beklagen seit Längerem die Übermacht des Wirtschaftsflügels mit Parteichef Friedrich Merz und Generalsekretär Carsten Linnemann. "Wenn der Eindruck entsteht, wir hätten nicht mal eine grobe Vorstellung vom Alltag von Millionen Menschen in unserem Land, dann wird man so kein Vertrauen zurückgewinnen - im Gegenteil", fuhr Radtke fort. "Wir müssen Anreize erhöhen und die Rahmenbedingungen verbessern und nicht mit dem Finger auf ganze Teile der Bevölkerung zeigen."
© 2026 dts Nachrichtenagentur
