DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn prüft im Rahmen ihres Konzernumbaus einen Verkauf des außereuropäischen Zugbetreibergeschäfts. Das erfuhr das Handelsblatt von mehreren Konzernmanagern. Die Sparte ist Teil der "DB E.C.O. Group", die zuletzt einen Jahresumsatz von knapp einer Milliarde Euro erzielte und profitabel war. Der Bundesrechnungshof hatte in der Vergangenheit das Festhalten am Auslandsgeschäft kritisiert. Eine Bahn-Sprecherin erklärte, dass "Projekte und Geschäfte so weiterlaufen wie unter der bisherigen Zuordnung". (Handelsblatt)
SYNTHESIA - Die Londoner Firma Synthesia hat weitere 200 Millionen US-Dollar, umgerechnet knapp 169 Millionen Euro, eingesammelt. Einschließlich dieses Geldes bewerten Investoren das Startup nun mit vier Milliarden Dollar, knapp 3,4 Milliarden Euro. Damit dürfte der Spezialist für Videogenerierung zu den zehn wertvollsten Jungunternehmen für Künstliche Intelligenz (KI) in Europa zählen. Mit dem frischen Geld will Synthesia künftig ein neues Marktsegment erschließen: "Der nächste Schritt für Synthesia sind Videos, mit denen Sie ein Gespräch führen können", sagt Mitgründer und CEO Victor Riparbelli dem Handelsblatt. Den ersten Anwendungsfall sieht er in sogenannten Avataren, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vertrieb auf neue Aufgaben vorbereiten und dabei wie virtuelle Trainer fungieren. (Handelsblatt)
N26 - Die der Berliner Smartphonebank N26 will den Aufsichtsrat erweitern: Stefan Ermisch soll nach Handelsblatt-Informationen neues Mitglied im Kontrollgremium werden. Das Aktionärstreffen, auf dem Ermisch in das Gremium gewählt werden soll, soll demnach am 2. März 2026 stattfinden. Die Einladung dafür wurde den Insidern zufolge am vergangenen Freitag verschickt. "Wir können bestätigen, dass vor Kurzem Einladungen zu einer bevorstehenden außerordentlichen Hauptversammlung im Frühjahr 2026 in Zusammenhang mit einer geplanten Erweiterung des N26 Aufsichtsrats versendet wurden", teilte eine N26-Sprecherin mit. Zu Ermisch äußerte sich N26 nicht. (Handelsblatt)
PIRELLI - Der Aktionärskonflikt beim italienischen Reifenhersteller Pirelli spitzt sich weiter zu. Der vom langjährigen CEO und derzeitigen Executive Vice President Marco Tronchetti Provera kontrollierte Aktionär Camfin (25,3 Prozent) wird den zum 18. Mai auslaufenden Aktionärspakt mit dem größten Anteilseigner, der chinesischen Sinochem (34,1 Prozent), nicht verlängern. Zur Begründung heißt es, dass keine Einigung zu einer Anpassung an US-Vorschriften erzielt wurde. Pirelli droht, der als strategisch geltende US-Markt wegzubrechen, denn die USA wollen ab März Unternehmen mit dominierenden chinesischen Großaktionären den Zugang zu als sicherheitsrelevant geltenden Marktsegmenten untersagen. Der Reifenhersteller und Italiens Regierung versuchen deshalb seit längerer Zeit, Sinochem zu einer Reduzierung oder einem vollständigen Verkauf der Beteiligung zu bringen. (Börsen-Zeitung)
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January 27, 2026 00:48 ET (05:48 GMT)
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