
© Foto: TUI
Die TUI-Aktie steht unmittelbar vor einer Entscheidung. Nach monatelanger Konsolidierung und einer beeindruckenden Erholung könnte der Reisekonzern jetzt den charttechnischen Befreiungsschlag schaffen. Die Marke von 9 Euro ist bereits geknackt, die 10-Euro-Hürde rückt in greifbare Nähe. Analysten sehen Kursziele zwischen 10 und 16 Euro, während das Unternehmen selbst mit Rekordergebnissen glänzt.
Gleichzeitig setzt CEO Sebastián Ebel auf eine clevere Strategie: Neue Märkte in Osteuropa und Lateinamerika sollen den Preisdruck in klassischen Destinationen ausgleichen. Die Expansion nach Malaysia und Jamaika zeigt, dass TUI es ernst meint. Am 10. Februar stehen Hauptversammlung und Quartalszahlen an - ein Tag, der über die weitere Kursrichtung entscheiden wird. Die technischen Indikatoren stehen auf grün, die Branche boomt, und einige Anleger positionieren sich bereits massiv auf der Käuferseite. Wer jetzt noch zögert, könnte den Anschluss verpassen.
Strategischer Umbau trägt Früchte
TUI macht es vor, wie man Krisen in Chancen verwandelt. Während steigende Preise in Spanien und anderen Südeuropa-Destinationen viele Urlauber abschrecken, reagiert der Konzern blitzschnell. Das Management setzt auf einen gezielten Substitutionseffekt und erschließt systematisch neue Quellmärkte. Polen, Tschechien und südamerikanische Länder rücken in den Fokus der Vertriebsaktivitäten. Diese Neuausrichtung ist keine leere Ankündigung. Mit konkreten Projekten wie dem ersten TUI Blue Resort in Malaysia und der Expansion nach Jamaika untermauert der Konzern seinen Anspruch. Die Abhängigkeit von traditionellen europäischen Märkten soll schrittweise reduziert werden. Diese Diversifizierung macht TUI widerstandsfähiger gegen regionale Schwankungen und eröffnet Wachstumschancen in aufstrebenden Märkten. Die Strategie scheint aufzugehen, denn die Buchungslage zeigt sich stabil. Trotz verändertem Kundenmix gelingt es dem Unternehmen, die Margen zu halten. Der Deutsche Reiseverband erwartet für 2026 steigende Urlaubsausgaben, was zusätzlichen Rückenwind liefert. TUI steht damit auf einem soliden Fundament für weiteres Wachstum.

Charttechnik
Die charttechnische Ausgangslage der TUI-Aktie erfreut so manche Anlegerherzen. Bei einem aktuellen Kurs von um die 9,10 Euro bewegt sich das Papier über den beiden wichtigen gleitenden Durchschnitten (50er und 200er SMA). Diese klare Aufwärtskonfiguration signalisiert einen intakten Trend. Besonders ermutigend: Die Aktie notiert nur noch knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde den Weg zur psychologisch wichtigen 10-Euro-Schwelle freimachen. Der Relative-Stärke-Index pendelt bei 63 Punkten im neutralen, bzw. leicht positiven Bereich, es gibt noch etwas Luft nach oben. Auf Jahressicht hat die Aktie bereits zugelegt und damit viele Branchenkollegen hinter sich gelassen. Die Unterstützungen sind klar definiert: Bei 8,75 Euro liegt der erste Auffangbereich, darunter wartet bei 8,50 noch eine Unterstützung. Nach oben hin markiert das Hoch bei knapp über 9,50 Euro die erste Hürde. Wird diese überwunden, dürfte das erste Kursziel bei 10 Euro schnell erreicht werden. Danach rückt das letzte markante Verlaufshoch bei 11,13 Euro ins Blickfeld.
Was tun?
Die TUI-Aktie präsentiert sich in einer vielversprechenden Ausgangslage. Die fundamentalen Rahmenbedingungen stimmen: Rekordergebnisse im Geschäftsjahr 2025, eine kluge Diversifizierungsstrategie und positive Branchenaussichten schaffen Vertrauen. Die charttechnische Situation unterstützt diese Einschätzung mit einem Aufwärtstrend und intakten Unterstützungszonen. Analysten sehen durchschnittliche Kursziele zwischen 10,43 und 11,45 Euro, einzelne Experten trauen der Aktie sogar bis zu 16 Euro zu. Der 10. Februar wird zum wichtigen Event: An diesem Tag fallen Hauptversammlung und Quartalszahlen zusammen. Sollte das Management überzeugende Zahlen und einen positiven Ausblick für die Sommersaison liefern, dürfte der Kurs zügig in Richtung 10 Euro steigen. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint attraktiv. Investoren mit mittelfristigem Anlagehorizont können bei Kursen um 9 Euro zugreifen. Ein Stopp-Loss unterhalb von 8,50 Euro bietet Schutz. Wer bereits investiert ist, könnte die Position halten und auf den Ausbruch über 9,51 Euro warten. Dann öffnet sich der Weg zu zweistelligen Kursen. Vorsichtige Anleger warten die Zahlen am 10. Februar ab, bevor sie einsteigen. Mutigere können bereits jetzt positioniert sein und vom möglicherweise bevorstehenden Kurssprung profitieren.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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