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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Microsoft dämpft Stimmung an Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Microsoft dämpft Stimmung an Wall Street

DOW JONES--Uneinheitlich haben die US-Börsen den Handel am Donnerstag beendet. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 49.072 Punkte. Der S&P-500 verlor 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,7 Prozent. Der S&P-500 hatte am Mittwoch im Verlauf ein neues Rekordhoch erreicht. An der Nyse wurden nach vorläufigen Angaben 1.520 (Mittwoch: 1.086) Kursgewinner gesehen, denen 1.223 (1.674) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 84 (91) Titel.

Nachdem die US-Notenbanksitzung am Vortag dem Markt keine Impulse gegeben hatte, rückte die laufende Berichtsperiode wieder in den Vordergrund. Die mit Spannung erwarteten Geschäftsausweise der US-Dickschiffe Meta Platforms, IBM und Microsoft lieferten aber kein einheitliches Bild.

Während IBM und vor allem Meta mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft die Anleger nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI und prognostizierte einen schwächeren Umsatzausblick der Azure-Cloud-Sparte als angenommen. Die Microsoft-Aktie brach um 10 Prozent ein - Meta bzw. IBM legten dagegen um 10,4 und 5 Prozent zu.

Tesla fielen um 3,5 Prozent. Der Rückgang des Betriebsergebnisses war geringer als vom Markt befürchtet ausgefallen. Dank unerwartet starker Margen wurden die Gewinnerwartungen übertroffen. Zudem will der E-Autohersteller in einer Fabrikationsstätte statt eigener Fahrzeuge nun Optimus-Roboter fertigen, wie CEO Elon Musk mitteilte.

Mit den Geschäftszahlen des Technologiegiganten Apple (+0,7%) wartete nach Börsenschluss schon der nächste Höhepunkt der Berichtsperiode. "Marktteilnehmer wollen heute von Apple und nächste Woche von Amazon und Alphabet wahrscheinlich deutlich mehr sehen, aber es gibt nichts, was mich veranlasste, meine bullische Einschätzung für Aktien zu überdenken", sagte Marktstratege Michael Brown von Pepperstone.

Die am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturdaten setzten so kurz nach der jüngsten Notenbanksitzung kaum Akzente. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verringerte sich in der vergangenen Woche weniger stark als angenommen, bewegte sich aber noch immer auf recht niedrigem Niveau. Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im November überraschend deutlich ausgeweitet. Die US-Produktivität erhöhte sich in der Zweitlesung zum dritten Quartal im erwarteten Rahmen. Der wichtige Auftragseingang der US-Industrie stieg im November mehr als doppelt so stark wie prognostiziert.

Am Anleihemarkt fielen die Renditen, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,23 Prozent. Damit schien der Markt im laufenden Jahr weiter auf Zinssenkungen zu setzen. US-Präsident Donald Trump hat derweil auf Truth Social seine Forderung an die US-Notenbank, die Zinsen zu senken, wiederholt. Marktteilnehmer verwiesen indessen auch auf das überraschend stark gestiegene Handelsbilanzdefizit und den Haushaltsstreit, der eine neuerliche Schließung von Behörden zur Folge haben könnte.

Nach der leichten Erholung am Vortag von allerdings ganz niedrigem Niveau sank der US-Dollar nun wieder leicht - der Dollar-Index büßte 0,1 Prozent ein. Anleger blieben hinsichtlich des Greenback pessimistisch. "Es gibt keine Anzeichen, dass die Märkte schon jetzt bereit sind, den Dollar-Pessimismus abzubauen", meinte ING-Analyst Francesco Pesole. Kommentare von US-Finanzminister Scott Bessent hatten am Mittwoch nach Aussage von Analysten der Deutschen Bank zu einer Stabilisierung des US-Dollar geführt. Bessent hatte sich für eine "Politik eines starken Dollar" ausgesprochen.

Bei Gold und Silber kam es zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Edelmetalle am Donnerstag zunächst auf weitere Rekordhochs gesprungen waren angesichts der Spannungen rund um den Iran. Für die Ölpreise ging es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken steil aufwärts - auf die höchsten Stände seit September. Zu den preistreibenden Risiken gehörten mögliche US-Maßnahmen gegen den Iran und die andauernden ukrainischen Angriffe auf die russische Exportinfrastruktur, erläuterte Analyst Vikas Dwivedi von Macquarie.

Am Aktienmarkt zeigten sich Sherwin-Williams 1,5 Prozent im Plus. Während der Jahresausblick des Farbenanbieters unter den Schätzungen lag, lag das bereinigte Quartalsergebnis darüber. Caterpillar stiegen um 3,3 Prozent, der Baumaschinenherstelller hatte im vierten Quartal einen Umsatzsprung verzeichnet - der bereinigte Gewinn schlug die Markterwartungen. Der Gewinn von Honeywell International (+4,9%) ist im vierten Quartal belastet durch Rückstellungen gesunken - der Erlös des Industriekonglomerats stieg jedoch aufgrund der andauernden Nachfrage. Lockheed Martin erlöste in der Schlussperiode 2025 mehr als vorausgesagt - der Kurs zog um 4,2 Prozent an.

Nach überzeugenden Zweitquartalszahlen sprangen Lam Research um 3,6 Prozent nach oben. Las Vegas Sands sausten 14 Prozent gen Süden, der Kasinobetreiber verschreckte mit schwacher Gewinnentwicklung. Mit einem Absturz um 9,9 Prozent traf es Servicenow ebenfalls hart. Während sich die Viertquartalszahlen positiv lasen, sorgten sich Anleger wahrscheinlich über eine Reihe von Deals, die das Software-Unternehmen abgeschlossen hat, um sich im KI-Bereich besser aufzustellen. Southwest Airlines hoben nach positivem Quartalsausweis um 18,6 Prozent ab.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA          49.071,56    +0,1%   55,96     +2,0% 
S&P-500         6.969,01    -0,1%   -9,02     +1,9% 
NASDAQ Comp       23.685,12    -0,7%  -172,33     +2,6% 
NASDAQ 100       25.884,30    -0,5%  -138,49     +3,1% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1963    +0,1%   1,1956     1,1938  +1,8% 
EUR/JPY          183,20    -0,1%   183,43     183,42  -0,4% 
EUR/CHF          0,9162    -0,3%   0,9186     0,9190  -1,3% 
EUR/GBP          0,8668    +0,1%   0,8663     0,8664  -0,7% 
USD/JPY          153,16    -0,2%   153,42     153,65  -2,1% 
GBP/USD          1,3801    -0,0%   1,3804     1,3780  +2,5% 
USD/CNY          6,9829    +0,1%   6,9749     6,9753  -0,7% 
USD/CNH          6,9482    +0,1%   6,9436     6,9465  -0,5% 
AUS/USD          0,7045    +0,1%   0,7039     0,6994  +5,5% 
Bitcoin/USD       84.274,15    -5,6% 89.253,25   89.190,60  +0,7% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          65,54    63,21   +3,7%      2,33 +10,0% 
Brent/ICE          70,85    68,40   +3,6%      2,45 +10,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.390,14   5.415,55   -0,5%     -25,41 +22,6% 
Silber           115,88    116,82   -0,8%     -0,94 +63,8% 
Platin          2.207,58   2.267,11   -2,6%     -59,53 +29,3% 
Kupfer            6,29     5,93   +6,1%      0,36  +3,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 29, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)

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