DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
SAP - Der SAP-Vorstandsvorsitzende Christian Klein hat im Gespräch mit der FAZ die strategische Ausrichtung verteidigt. Anders als von manchem befürchtet würden Large Language Modelle (LLMs) keine Software ersetzen, selbst wenn sie unbestritten selbst zum Coden, also Programmieren, in der Lage seien. LLMs könnten gut Geschäftsdaten analysieren, aber wenn es darum gehe, die Datenqualität zu beurteilen, komplexe Geschäftsprozesse miteinander zu verbinden und zu verstehen, kämen sie an ihre Grenze. Der LLM-Boom mache ihm keine Sorgen, "weil SAP über Geschäftsdaten und deren Kontext verfügt und wir die Geschäftsmodelle auch verstehen". Das könnten LLMs nicht. "Am Ende braucht es eine Kombination aus beiden. Die Kunden haben es schon erkannt, der Markt wird es auch erkennen." (FAZ)
HELSING/STARK - Die Bundeswehr beauftragt die Start-ups Helsing und Stark Defence mit der Produktion von sogenannter Loitering-Munition - umgangssprachlich auch Kamikaze-Drohnen genannt. Das erfuhr das Handelsblatt aus Industrie-, Bundeswehr- und Parlamentskreisen. Helsing und Stark sollen Verträge über jeweils rund 300 Millionen Euro erhalten, Rheinmetall kommt zunächst nicht zum Zuge, ist aber noch nicht vollständig aus dem Rennen. (Handelsblatt)
ROBCO- Das Münchener Start-up Robco hat für sein weiteres Wachstum 100 Millionen US-Dollar bei Investoren eingesammelt. 2026 nähere sich Robco deutlich der "Schwelle eines dreistelligen Millionenumsatzes", die er als Mindestgröße für einen möglichen Börsengang setzt, sagte Mitgründer und Vorstandschef Roman Hölzl der SZ. "Aber der Börsengang ist auch dann kein Muss." Robco entwickelt sowohl Hardware, also Module, aus denen Roboterarme montiert werden, als auch die Software. Die Fertigungskapazität im Werk in München liege derzeit bei mehr als 5.000 Roboterarmen jährlich. Die Zahl der Mitarbeiter soll in diesem Jahr von derzeit 175 um die Hälfte steigen, kündigt Hölzl an. (Süddeutsche Zeitung)
OPENAI - Die Sorgen vor einer Investitionsblase bei Künstlicher Intelligenz (KI) sind aus Sicht von OpenAI überzogen - trotz der gewaltigen Summen, die derzeit in Rechenzentren, Chips und Cloud-Kapazitäten fließen. Das sagte OpenAI-COO Brad Lightcap im Gespräch mit dem Handelsblatt, das am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos stattfand, wo KI eines der dominierenden, aber auch umstrittensten Themen war. Kritiker warnen vor Überinvestitionen, steigenden Energiekosten und einer neuen Technologieblase. (Handelsblatt)
Kununu - Der geplante Verkauf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu durch das Medienunternehmen Burda ist vorerst gescheitert. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmens- und Finanzkreisen. Burda wollte Kununu für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag abstoßen, hatte das Handelsblatt im Oktober exklusiv berichtet. Als Verkaufspreis soll der Verlag etwa 500 Millionen Euro avisiert haben. Doch den Kreisen zufolge wurde kein Käufer zu diesem Preis gefunden. (Handelsblatt)
ENPAL - Das Berliner Energieunternehmen Enpal wächst trotz der im vergangenen Jahr rückläufigen Installationen von Solaranlagen im Eigenheimsegment in Deutschland und hat zum ersten Mal mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt. "Der Solarmarkt ist um 25 Prozent geschrumpft, wir sind um 25 Prozent gewachsen", sagte Geschäftsführer und Firmengründer Mario Kohle im Gespräch mit der FAZ über das Geschäftsjahr 2025. Im neuen Jahr soll es in einem ähnlichen Tempo weitergehen. (FAZ)
PRADA - Die Luxusmodemarke Prada hat in den vergangenen fünf Jahren seine Geschäftsbeziehungen zu mehr als 200 Lieferanten wegen Verstößen gegen Compliance-Vorschriften beendet. Prada führt in Reaktion auf Vorwürfe von Verstößen gegen das Arbeitsrecht in der Lieferkette der Branche eine "Null-Toleranz"-Prüfung durchführt. Seit 2020 hat das in Mailand ansässige Unternehmen mehr als 850 Vor-Ort-Inspektionen bei seinen italienischen Lieferanten und Subunternehmern durchgeführt, darunter auch nächtliche Überwachungen vor den Fabriken der Subunternehmer. Mehr als ein Viertel der Inspektionen führten zu Vertragskündigungen. (Financial Times)
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January 30, 2026 00:27 ET (05:27 GMT)
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