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MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus - Adidas legen nach Zahlen kräftig zu

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus - Adidas legen nach Zahlen kräftig zu

DOW JONES--Mit Gewinnen haben die europäischen Börsen den letzten Handelstag der Woche begonnen. Für den DAX geht es um 0,8 Prozent auf 24.512 Punkte nach oben, der Euro-Stoxx-50 verbessert sich um 0,6 Prozent auf 5.926 Punkte. Klar im Fokus des Marktes steht die Ernennung eines Nachfolgers für Jerome Powell als Chef der US-Notenbank. US-Präsident Donald Trump möchte den neuen Fed-Chef eigener Aussage zufolge bereits am Freitagmorgen (Ortszeit) nominieren. Dabei gilt Kevin Warsh als wahrscheinlicher Kandidat. An den Wettmärkten stieg die Wahrscheinlichkeit, dass Warsh der Nominierte sein wird, am Donnerstagabend von 30 Prozent auf rund 85 Prozent. Trump hatte Warsh bereits in seiner ersten Amtszeit für den Vorsitz in Betracht gezogen, sich letztlich aber für Powell entschieden.

Die Berichtssaison nimmt dagegen zum Wochenausklang eine kleine Auszeit. Bei den Konjunkturdaten im Fokus stehen die neuen BIP-Daten aus Frankreich, Spanien und Deutschland. Das Plus in Frankreich fiel mit 0,2 Prozent im Rahmen der Erwartungen aus. Dazu kommen erste Meldungen zu den Verbraucherpreisen (CPI) aus diversen Ländern Europas für Januar. Der Markt hofft auf niedrige Werte, da dies der Europäischen Zentralbank (EZB) Spielraum für weitere Konjunkturhilfen verliehe. In den USA wird am Nachmittag auf die Erzeugerpreise und vor allem den Chicago-Einkaufsmanager-Index geblickt.

Der Goldpreis baut seine Vortagesverluste weiter aus. Damit kommt es nach der jüngsten Rekordjagd, die das Edelmetall bis knapp an die Marke von 5.600 Dollar je Feinunze geführt hat, zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Aktuell fällt die Feinunze um 5,0 Prozent auf 5.113 Dollar. Der ebenfalls stark gestiegene Silberpreis büßt 9,5 Prozent ein.

Die US-Demokraten haben indes eine Vereinbarung mit dem Weißen Haus getroffen, um einen längeren Shutdown abzuwenden. Die Abgeordneten des Senats werden versuchen, diesen noch am Freitagabend (Ortszeit) zu verabschieden.

Bei den Einzelwerten stehen Adidas im Fokus, die um 5,6 Prozent zulegen. Adidas habe mit Umsatzwachstum und Rohertragsmarge im vierten Quartal die Markterwartungen übertroffen, urteilt die DZ Bank. Zudem verweisen die Analysten auf den geplanten Aktienrückkauf im Volumen von bis zu 1 Milliarde Euro. Das unerwartet starke währungsbereinigte Umsatzwachstum in der Schlussperiode und die überraschend hohe Rohertragsmarge dürften keine größeren Anhebungen der Konsensgewinnschätzungen verursachen.

SAP erholen sich etwas von den kräftigen Vortagesabgaben und legen um 3,4 Prozent zu. Die LBBW hält den Kursabsturz des Vortages für übertrieben.

Recht positiv werden die Geschäftszahlen von Atoss Software (+0,3%) und der Ausblick auf das laufende Jahr aufgenommen. Sowohl Umsatz als auch Marge sind etwas besser als von Analysten erwartet ausgefallen. Den Ausblick nennt ein Händler daher vorsichtig, denn Atoss spricht von einer Margen-Erwartung von "mindestens 32 Prozent". Jedoch wurden im abgelaufenen Jahr schon 36 Prozent erzielt.

Geschäftszahlen gab es zudem von Swatch. Die Titel gewinnen 7,4 Prozent. Positiv gesehen wird die Umsatzerholung zu Jahresende hin, vor allem im Bereich W&J. Die Analysten von Vontobel sprechen von einer starken Beschleunigung des Wachstums mit mehr als 7 Prozent im vierten Quartal. Entsprechend sei der Ausblick auf das laufende Jahr deutlich optimistischer ausgefallen als erwartet. Auf der negativen Seite sehen sie die anhaltende Margen-Kompression.

Ordentliche Zahlen kommen aus Europas Bankensektor, wie es im Handel heißt. Dieser legt um 1,3 Prozent zu. Sowohl die spanische Caixabank (+4,5%) als auch die österreichische Raiffeisen Bank International (+1%) hätten die Erwartungen erfüllt oder lägen einen Tick darüber.

Ein erfolgreiches Börsendebüt verzeichnen zum Wochenausklang Asta Energy. Der erste Kurs lag bei 43,00 Euro, nach einem Ausgabepreis von 29,50 Euro. Aktuell liegt der Kurs bei 40,15 Euro. Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots rund 6,45 Millionen Aktien platziert. Mit dem Bruttoemissionserlös von ca. 125 Millionen Euro soll das internationale Wachstum beschleunigt werden.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.926,08    +0,6%   34,13     +2,4% 
Stoxx-50         5.060,64    +0,3%   16,96     +2,6% 
DAX           24.512,19    +0,8%   202,73     -0,7% 
MDAX          31.386,53    +0,5%   152,85     +2,0% 
TecDAX          3.606,75    +0,8%   29,66     -1,2% 
SDAX          18.096,22    +0,6%   108,26     +4,7% 
CAC           8.098,15    +0,3%   26,79     -1,0% 
SMI           13.170,11    +0,2%   22,18     -1,8% 
ATX           5.602,29    +0,4%   23,74     +5,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1935    -0,3%   1,1969     1,1938  +1,9% 
EUR/JPY          183,63    +0,3%   183,13     183,42  -0,6% 
EUR/CHF          0,9163    +0,1%   0,9153     0,9190  -1,7% 
EUR/GBP          0,8667    -0,0%   0,8667     0,8664  -0,6% 
USD/JPY          153,87    +0,6%   153,00     153,65  -2,4% 
GBP/USD          1,3771    -0,3%   1,3810     1,3780  +2,5% 
USD/CNY          6,9714    -0,2%   6,9829     6,9753  -0,6% 
USD/CNH          6,9475    +0,0%   6,9449     6,9465  -0,4% 
AUS/USD          0,7001    -0,7%   0,7049     0,6994  +5,6% 
Bitcoin/USD       82.457,05    -2,3% 84.399,80   89.190,60  -4,6% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,33    65,42   -1,7%     -1,09 +13,8% 
Brent/ICE          69,70    70,71   -1,4%     -1,01 +14,3% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.113,47   5.380,15   -5,0%    -266,68 +24,5% 
Silber           104,69    115,64   -9,5%     -10,95 +62,2% 
Platin          2.000,07   2.205,78   -9,3%    -205,71 +25,8% 
Kupfer            6,00     6,20   -3,3%     -0,20  +7,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 30, 2026 04:04 ET (09:04 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Jetzt ist die Zeit, um gezielt auf starke Produzenten zu setzen. In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Gold- und Silberaktien vor, die trotz Rallye weiter attraktives Potenzial bieten, mit robusten Fundamentaldaten und starken Projekten in aussichtsreichen Regionen.

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