NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Montag nach leichten Auftaktverlusten klar ins Plus gedreht. Für einen positiven Impuls sorgten Stimmungsdaten aus der heimischen Industrie. Gefragt waren vor allem Technologieaktien, wogegen Zahlen und Ausblick des Unterhaltungsriesen Walt Disney auf ein negatives Echo stießen.
Zuletzt notierte der Leitindex Dow Jones Industrial 1,10 Prozent höher bei 49.429 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,73 Prozent auf 6.990 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,07 Prozent auf 25.825 Punkte.
Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Januar merklich verbessert, wie der überraschend deutliche Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM auf einen Wert oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten belegt.
Im Dow zählten der Netzwerk-Ausrüster Cisco und das IT-Urgestein IBM am Montag mit Gewinnen von jeweils mehr als drei Prozent zu den besten Werten. Für den Baumaschinenhersteller Caterpillar ging es als Spitzenreiter um 4,5 Prozent hoch. Im Nasdaq 100 reihten sich AMD und Intel sowie weitere Chiphersteller mit deutlichen Kursaufschlägen weit vorne ein.
Oracle -Titel gaben mit einem moderaten Minus ihre zeitweise klaren Gewinne ab. Damit könnte nach einem monatelangen Abwärtstrend ein weiterer Stabilisierungsversuch scheitern. Der Software- und Datenbank-Anbieter will sich im laufenden Jahr 45 bis 50 Milliarden US-Dollar Kapital beschaffen, um das Cloud-Geschäft anzukurbeln.
Die von US-Präsident Donald Trump angestrebte strategische Reserve für Seltene Erden gab der Branche nicht dauerhaft Auftrieb. So traten die anfangs starken Anteilscheine von USA Rare Earth und Critical Metals auf der Stelle.
Die Aussicht auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran belastete die Ölpreise deutlich. Das bekamen auch die zuletzt recht gut gelaufenen Aktien der Branchengrößen Exxon Mobil, ConocoPhillips und Chevron mit Kursverlusten von bis zu 1,9 Prozent zu spüren.
Für Walt Disney ging es am Dow-Ende um 7 Prozent nach unten. Das Unternehmen litt im vergangenen Quartal unter hohen Werbeausgaben für Kinofilme. Dass der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie etwas besser ausfiel als von Experten erwartet, beeindruckte die Anleger ebenso wenig wie der gestiegene Umsatz und der bestätigte Ausblick für ein besseres zweites Geschäftshalbjahr.
Derweil zeichnet sich in der jahrelangen Suche von Disney nach einer geeigneten Nachfolge für den Noch-Konzernchef Bob Iger eine Entscheidung ab. So dürfte der Verwaltungsrat laut Kreisen schon bald Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro zum Konzernchef küren. Das Gremium könnte schon in den kommenden Tagen entsprechend abstimmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen./gl/he
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