FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Nervosität der vergangenen Handelstage mit teils deutlichen Ausschlägen legt sich am deutschen Aktienmarkt allmählich weiter. So erholen sich die Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte, weiter.
Der Dax wird am Mittwoch moderat im Plus erwartet. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax für den Leitindex einen Anstieg um 0,2 Prozent auf 24.831 Punkte.
Ein weiterer Versuch, über die 25.000-Punkte-Marke zurückzukehren, zeichnet sich damit zunächst nicht ab. Anleger blicken am Mittwoch gespannt darauf, was Unterhändler Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi in Bezug auf ein erhofftes Kriegsende ausloten.
Was den Iran betrifft, hat das US-Militär offenbar eine iranische Überwachungsdrohne unweit der Südküste des Landes abgeschossen. Derweil ist der Ort für geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.
Ein erneuter Ausverkauf bei Teilen von Tech-Aktien in den USA lässt den deutschen Gesamtmarkt zunächst unbeeindruckt, könnte aber Branchenwerte wie den 2026 bislang größten Dax-Verlierer SAP weiter beeinflussen. Die Commerzbank verwies auf die Besorgnis der Anleger über die Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbieter belastet.
Zudem richten sich die Blicke am Mittwoch auf Geschäftszahlen des Chipkonzerns Infineon und nach US-Börsenschluss auf die der Google-Mutterkonzern Alphabet . Infineon verzeichnete auch im ersten Geschäftsquartal eine dynamische Nachfrage bei KI, während das Marktumfeld ansonsten verhalten blieb. Die von Analysten viel beachtete Marge für das operative Geschäft sank zwar, fiel aber damit besser aus, als von Analysten zuvor erwartet.
Angesichts des Booms im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz im laufenden Geschäftsjahr erhöht Infineon zudem seine Investitionen kräftig. Damit soll der Ausbau von Fertigungskapazitäten für die Stromversorgungen von KI-Rechenzentren vorangetrieben werden. Im vorbörslichen Handel kamen die Nachrichten bei den Anlegern unter dem Strich gut an: Die Aktien notierten auf der Plattform Tradegate gut zwei Prozent über dem Xetra-Schluss vom Dienstag.
Die Papiere von PVA Tepla hingegen blieben auf Talfahrt und sackten auf Tradegate um mehr als neun Prozent ab. Das Technologieunternehmen hatte im vergangene Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weniger Umsatz erzielt und verdient. Zudem enttäuschte der Ausblick./la/mis
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