
© Foto: 2026 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main
Die Deutsche Bank hat gerade eines ihrer spannendsten Kapitel geschrieben. Ein Rekordgewinn, eine Aktie auf einem Mehrjahreshoch - und dazu noch eine Razzia des BKA. Und der Kurs gibt kaum einen Millimeter nach. Wie ist das möglich? Weil die Zahlen so überzeugen, dass die Märkte gerade kaum auf negative Schlagzeilen reagieren. Diese Aktie hat vielleicht noch mehr in sich, als viele vermuten.
Ziele übertroffen und BKA-Razzia
Die Deutsche Bank hat in 2025 einen Nettogewinn von ca. 6 Milliarden Euro erzielt. Mehr als das Doppelte wie im Jahr zuvor. Die Eigenkapitalrendite stieg auf 10,3 Prozent. Damit sind die selbstgesteckten Ziele des Bankenprimus erreicht oder sogar übertroffen. Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis einer konsequenten Strategie unter Sewing, der die Bank mit ruhiger Hand nach vorne gebracht hat. Besonders die Investmentbanking-Sparte hat sich als das eigentliche Triebwerk erwiesen. Im vierten Quartal erzielte die Deutsche Bank zwei Milliarden Euro allein im Handel mit Anleihen und Währungen - damit wurde die Erwartung von 1,94 Milliarden deutlich übertroffen. Die Marktvolatilität spielt dem Geschäftsmodell gerade in die Karten. Ja, die Razzia des BKA Ende Januar hat Schlagzeilen gemacht. Ermittler haben sich um frühere Geldwäsche-Verdachtsfälle gekümmert, die weit zurück reichen. Das klingt ernst, aber der Markt hat darauf ziemlich gelassen reagiert - der Kurs fiel kurz und erholt sich schneller als erwartet. Die Zahlen sprechen eine deutlich stärkere Sprache als die Schlagzeilen. Analysten erwarten für 2026 einen Gewinn von 3,38 Euro je Aktie. Sewing hat bereits neue Ziele gesteckt: Eine Eigenkapitalrendite von mindestens 13 Prozent bis 2028. Ehrgeizig, aber möglich und erreichbar.

Charttechnik
Aus charttechnischer Sicht bietet die Deutsche Bank-Aktie ein tolles Bild. Der Kurs zeichnet seit April letzten Jahres einen aufsteigenden Kanal. Die 50-Tage-Linie liegt bei etwa 32,17 Euro und bietet eine solide Unterstützung. Der Aufwärtstrend verläuft ca. einen halben euro darüber, wenn man ihn einzeichnet. Das sind beides Marken, die zuletzt gehalten haben. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 34,36 Euro. Seit dem Tief im März 2023 bei 7,95 Euro hat die Aktie sich vervielfacht Der nächste Widerstand liegt bei 35 Euro, danach bei 38 - 40 Euro. Der RSI liegt bei 64 und hat bis zur Überkauftzone nicht mehr allzu viel Platz. Aber selbst ein Rücksetzer bis zur 29er Marke (kurz darunter ist der 200er SMA) wäre vom Chartbild her nicht tragisch und der Aufwärtstrend weiterhin intakt.
Was tun?
Wer sich die Deutsche Bank anschaut, sieht eine Aktie mit breiter Unterstützung. Die letzten Quartalszahlen waren klar positiv - ein Rekordgewinn und ein Investmentbanking, das die Erwartungen erfüllt und sogar übertrifft. Charttechnisch ist der Aufwärtstrend absolut intakt. Fundamentale Daten und Kursentwicklung sprechen die gleiche Sprache und zeigen in dieselbe Richtung. Die Razzia des BKA ist ein Thema, das man nicht wegschieben kann. Aber es sind alte Ermittlungen, und der Markt reagiert gelassen. Das Risiko das sich daraus entwickeln könnte, erscheint derzeit überschau- und handelbar. Die meisten Analysten sehen die Aktie bei einem Kursziel von über 36 Euro. JP Morgan und Morgan Stanley gehen sogar bis 40 Euro. Das gibt noch Luft nach oben. Wer langfristig denkt, kann bei einer leichten Schwäche um 32 Euro ruhig einsteigen - mit geeignetem Stoppkurs. Die Deutsche Bank ist eine Aktie, die hochspannend ist und es gerade verdient, genau beobachtet zu werden.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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