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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Novo Nordisk brechen ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Novo Nordisk brechen ein

DOW JONES--Europas Börsen sind am Mittwoch mit kleinen Abschlägen in den Handel gestartet. Von einer nicht leicht unter einen Hut zu bringenden Nachrichtenlage sprechen Händler. Die US-Vorgaben seien stark negativ, allerdings beschränkt auf den Software-Sektor. Dieser war extrem unter Druck geraten durch Sorgen, das profitable Mietmodell (SaaS) für Software könne von KI-Agenten abgelöst werden. Die Aktien im Sektor brachen um 4 bis 9 Prozent ein. Der Druck sollte aber isoliert auf die Tech-Werte bleiben.

Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 24.674 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,2 Prozent nach. Am Devisenmarkt steht der Yen unter Druck. Umfragen deuten einen umfassenden Sieg der Liberal Democratic Party von Premierministerin Takaichi bei den anstehenden Parlamentswahlen an. Takaichi könnte dies als Zustimmung zu einer expansiven Fiskalpolitik werten, was die Staatsverschuldung weiter nach oben treiben und die japanische Währung schwächen würde.

Positive Nachrichten kommen dagegen von der US-Politik. Dort hat man den kurzen Shutdown schon wieder beenden können. Da der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Januar dennoch nicht am Freitag veröffentlicht werden kann, sind alle Augen auf die US-Daten am Mittwochnachmittag gerichtet. Mit dem ISM-Service-Index und seiner Job-Komponente steht dann der wichtigste Indikator für den US-Arbeitsmarkt an. Daneben wird auch noch der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht.

Die bereits vorgelegten Einkaufsmanager-Daten (PMI) aus Asien sehen derweil gut aus: Der China-Service-PMI stieg auf ein Drei-Monats-Hoch. Dazu dehnte sich der Aufschwung in der Breite aus. In 16 von 18 der von S&P Global beobachteten Branchen ging es nach oben. Im Fokus stehen daher am Mittwochvormittag auch die PMI-Revisionen aus den Ländern der Eurozone.

Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag stehen besonders die neuen Inflationsdaten aus Europa im Blick, so die Verbraucher- und die Erzeugerpreise.

Novo Nordisk brechen an der Börse Kopenhagen um fast 17 Prozent ein. Bei dem Pharmakonzern zeigen sich die Spuren des Wettbewerbs um Abnehmspritzen immer deutlicher: Novo warnte vor geringeren Preisen für Ozempic und Wegovy in den USA. Dies könnte den Jahresumsatz um 5 bis 13 Prozent drücken. Dazu meldete auch Pfizer trotz eines guten Quartals eine stark rückläufige Nachfrage nach Covid-Produkten.

Für Infineon geht es nach Zahlen um 1,2 Prozent nach unten. Diese bewegen sich genauso wie der Ausblick im Rahmen der Erwartungen. Problematisch für die Aktie ist weiter die Verkaufsbereitschaft im Tech-Sektor. Wie von Anlegern gewünscht, soll das KI-Investment ausgebaut werden.

Weiter für Unruhe sorgt die neue KI-Anwendung von Anthropic. Mittels der Software können juristische Aufgaben automatisiert werden. Die Aktien von Datenanbietern bzw. Anbietern von Daten-Analysetools gerieten daraufhin an den US-Börsen massiv unter Druck - Händler sprachen von einer möglichen neuen Konkurrenz im Bereich der Datenanalyse. SAP verlieren 2,6 Prozent, Scout24 5 Prozent, Deutsche Börse 1,9 Prozent oder LSE 6,6 Prozent.

Autowerte zählen mit Aufschlägen von europaweit 1,6 zu den stärksten Gewinnern. Kurstreiber ist laut Händlern die Umschichtung aus den angeschlagenen Tech-Werten in klassische Industrien. Dazu kommen gute Nachrichten vom Ifo-Institut, das einen Stimmungsumschwung bei den Auto-Exporten festgestellt hat. VW gewinnen 1,6 Prozent und Mercedes 2,3 Prozent.

Die Aktien von Santander fallen dagegen um 2,9 Prozent. Hier kommt die Nachricht über den Kauf von Webster Financial in den USA schlecht an. "Der Markt hört im Moment nicht gerne, wenn jemand bei diesem politischen Rahmen sein US-Exposure sogar noch erhöht", sagt ein Händler. Für UBS geht es nach Zahlenvorlage um 1,2 Prozent nach unten, und das obgleich die Quartalszahlen besser als erwartet ausgefallen sind.

PVA Tepla brechen nach den Jahreszahlen des Unternehmens um 15 Prozent ein. "Nicht ganz nachvollziehbar, da sich der Auftragseingang fast verdoppelt hat gegenüber Vorjahr", sagt ein Händler. Grund sei der zu vorsichtige Ausblick, da PVA für 2026 nur ein moderates Wachstum erwarte und erst ab 2027 mit einer Beschleunigung rechne: "Wahrscheinlich haben zu viele Trader auf einen sofortigen Wachstumsschub gesetzt, weil PVA in der Lieferkette für KI-Produkte ist", vermutet der Händler.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.983,19    -0,2%   -12,16     +3,5% 
Stoxx-50         5.103,34    -0,6%   -30,09     +4,4% 
DAX           24.673,87    -0,4%  -106,92     +1,2% 
MDAX          31.447,77    -0,3%   -89,56     +3,0% 
TecDAX          3.568,67    -1,0%   -37,05     -0,5% 
SDAX          17.846,54    -0,9%  -157,58     +4,8% 
CAC           8.218,79    +0,5%   39,29     +0,4% 
SMI           13.344,09    -0,2%   -28,49     +0,8% 
ATX           5.725,08    -0,1%   -7,85     +7,6% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:59 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1826    +0,1%   1,1819     1,1818  +0,2% 
EUR/JPY          185,01    +0,5%   184,08     184,01  -0,1% 
EUR/CHF          0,9174    +0,1%   0,9163     0,9158  -1,5% 
EUR/GBP          0,8617    -0,1%   0,8630     0,8627  -1,0% 
USD/JPY          156,44    +0,4%   155,76     155,70  -0,7% 
GBP/USD          1,3724    +0,2%   1,3695     1,3700  +1,7% 
USD/CNY          6,9567    -0,0%   6,9586     6,9575  -1,0% 
USD/CNH          6,9348    +0,0%   6,9344     6,9335  -0,6% 
AUS/USD          0,7036    +0,3%   0,7018     0,7019  +5,3% 
Bitcoin/USD       76.240,05    +0,9% 75.589,85   76.511,45 -11,1% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          63,05    63,21   -0,3%     -0,16 +10,3% 
Brent/ICE          67,12    67,33   -0,3%     -0,21 +10,9% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           5.075,52   4.946,40   +2,6%     129,12  +7,9% 
Silber           89,54    85,42   +4,8%      4,11 +12,3% 
Platin          1.963,78   1.879,26   +4,5%     84,52  +2,8% 
Kupfer            6,08     6,09   -0,2%     -0,01  +5,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 04, 2026 04:11 ET (09:11 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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