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Preiserneuerungsrunde zu Jahresbeginn mit ernüchternden Ergebnissen - Schadensrisiken sollten mittelfristig zunehmen!
Schwergewichte aus dem Rückversicherungssektor hatten zuletzt nach der jüngsten Erneuerungsrunde Anfang Januar etwas deutlichere Abschläge hinnehmen müssen. So wurden hier bei Neuverträgen Preisrückgänge von 10 bis 20% im Schaden- und Unfallsegment verzeichnet, was auch der weiter verschärften Konkurrenzsituation im Rückversicherungsmarkt geschuldet war. Diese Abschwächung war nach dem dynamischen Preisanstieg der vergangenen Jahre größtenteils erwartet worden und stellt damit keine Überraschung dar, zumal die Großschadensbelastung in 2025 trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien laut einer Studie der Swiss Re mit kumuliert 107 Mrd. USD wohl unter Vorjahr gelegen haben dürfte. Angesichts der weitreichenden Folgen des Klimawandels bleiben die Großschadensrisiken laut einer Studie der Münchener Rück weiterhin hoch. Dabei wurde vor allem auf Sekundärgefahren im Zuge steigender Temperaturen wie Überschwemmungen, Schwergewitter und Waldbrände verwiesen, die mittelfristig milliardenschwere Schäden verursachen dürften. Angesichts dieser Risiken dürfte sich auch das Preisniveau bei der Absicherung von Großschadensrisiken wieder stabilisieren.
Digitalisierung und KI-Offensive sollen Ergebnis durch Einsparungen nachhaltig verbessern!
Digitalisierung und der Einsatz von KI sind in den kommenden Jahren wohl die wichtigsten Stellschrauben, mit der das Konzernmanagement die Münchener Rück auf Marge trimmen will. Im Zuge des kürzlich vorgestellten Strategie-Programms "Ambitions 2030" will man vor allem die Kostenbasis nachhaltig verbessern, wobei man sich allerdings hinsichtlich konkreter Maßnahmen bedeckt hielt. Hier dürfte der Fokus wie bei anderen Schwergewichten aus dem Versicherungssektor auf dem Einsatz von Digitalisierungs-Lösungen und KI-Tools liegen, um Prozesse und Routineaufgaben zu optimieren, was sich mittelfristig auch auf der Kostenseite auszahlen dürfte. Denkbar wäre beispielsweise der Einsatz von KI-Chatbots im Kundensupport, etwa in den Bereichen Schadenmeldungen bei der Erstversicherungstochter ERGO, was sich bereits bei vielen Erstversicherern wie der Allianz, AXA oder dem US-Branchenprimus Travelers bewährt hat. Vielversprechende neue Möglichkeiten eröffnen sich auch durch den Einsatz von KI-Agenten. Diese lassen sich beispielsweise zur Optimierung von Routineaufgaben und Prozessen innerhalb der Schadenabwicklung sowie bei der Analyse konkreter Schadenfälle oder im Bereich Betrugsprävention einsetzen, was sowohl bei der Erstversicherungstochter ERGO als auch im Rückversicherungs-Segment interessante Chancen eröffnet. Bei der Umsetzung seiner Digitalisierungs- und KI-Offensive setzen die Münchener bewusst auf einen fließenden Übergang, wobei Mitarbeiter gezielt im Umgang mit KI-Applikationen geschult werden sollen, während redundante Stellen nicht nachbesetzt werden sollen. Damit will man betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden, ohne dabei das für Ende 2030 angepeilte, ambitionierte Einsparziel von 600 Mio. Euro pro Jahr aus dem Auge zu verlieren.
Münchener Rück peilt weitere Rekordergebnisse an - Dividenden und Aktienrückkäufe dürften weiter steigen!
Da man in 2025 deutlich geringere Großschadensereignisse schultern musste, dürfte die Münchener Rück ihr selbstgestecktes Gewinnziel von 6,0 Mrd. Euro in 2025 sicher erreicht haben. Trotz der etwas ernüchternden Vertragserneuerungsrunde im Rückversicherungs-Segment rechnet das Management auch für 2026 mit neuen Rekordergebnissen und peilt hier einen Nettogewinn von rund 6,3 Mrd. Euro an. Neben den starken Aussichten in wachstumsstarken Schlüsselsegmenten wie der Absicherung von Cyberrisiken dürfte auch die Erstversicherungstochter ERGO maßgeblich zur Erreichung der ambitionierten Planziele beitragen. Im abgelaufenen Q3 hatte man dank der Übernahme des US-Direktversicherers NEXT und teilweise deutlichen Preiserhöhungen im Privat- und Firmenkundensegment mit einem unerwartet deutlichen Anstieg beim operativen Segmentergebnis von 141 auf 304 Mio. Euro aufwarten können. In Verbindung mit den bereits eingeleiteten Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen soll der Nettogewinn im kommenden Fiskaljahr auf 6,3 Mrd. Euro steigen. Bis zum Dekadenende will der Münchener Branchenprimus sein Ergebnis weiter nachhaltig verbessern. So peilt man laut dem Ende Dezember vorgestellten Strategie-Programm "Ambitions 2030" eine Eigenkapitalrendite von über 18% an. Auch der Gewinn je Aktie soll künftig deutlich stärker zulegen, wobei man sich bis 2030 ein Gewinnwachstum von mindestens 8% p.a. vorgenommen hat. Davon werden auch die Aktionäre der Münchener Rück in Form steigender Ausschüttungen profitieren, zumal die Ausschüttungsquote von zuletzt 75 auf 80% steigen soll. Entsprechend dürfte die Dividende auch in den kommenden Jahren weiter steigen, wobei die Aktie derzeit auf Basis der Schätzungen für 2025 (22,00 Euro/Aktie) eine Dividendenrendite von 4,2% aufweist. Dank der sehr komfortablen Kapitalausstattung sollte die Münchener Rück die Aktionäre auch mittelfristig durch Aktienrückkaufprogramme am Unternehmenserfolg beteiligen. Entsprechend dürfte die Münchener Rück nach dem Auslaufen des Rückkaufprogramms über 2 Mrd. Euro Ende April weitere Aktienrückkäufe ankündigen. Auch fundamental ist die Münchener Rück mit einem KGV 26e von 10,4 alles andere als teuer.
Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Münchener Rückversicherungs AG
Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Münchener Rückversicherungs AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DQ5NC9, das am 28.12.2026 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Münchener Rückversicherungs AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 525,00 Euro begrenzt.
Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Münchener Rückversicherungs AG an der maßgeblichen Börse am 18.12.2026 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 525,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 28.12.2026 haben und davon ausgehen, dass der Münchener Rückversicherungs AG am 18.12.2026 auf oder über 525,00 Euro liegen wird.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 03.02.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion
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