GÖTEBORG (dpa-AFX) - Der schwedische Autobauer Volvo Cars kämpft weiter mit dem harten Umfeld in der Branche. Im vergangenen Jahr sackten Verkäufe und Umsatz spürbar ab, unter dem Strich rutschte das vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte Unternehmen gar in die roten Zahlen. Der Verlust betrug rund drei Milliarden schwedische Kronen (281 Mio Euro), wie Volvo-Chef Hakan Samuelsson am Donnerstag in Göteborg einräumen musste.
Dabei kamen Umbaukosten für Stellenstreichungen zum Tragen, aber auch hohe Abschreibungen für verspätete Modelle und die US-Zölle. Ein Jahr zuvor hatte Volvo noch knapp 16 Milliarden Kronen Gewinn gemacht. Auch im vierten Quartal 2025 für sich genommen stand ein Verlust zu Buche. Außerdem fielen die Ergebnisse im Tagesgeschäft deutlich schwächer aus als von Experten gedacht.
2025 lieferte der Autobauer 710.000 Pkw an die Kunden aus und damit sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im neuen Jahr will Samuelsson wieder mehr Autos verkaufen, der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) soll sich deutlich verbessern. "Unsere Maßnahmen im Jahr 2025 haben uns auf einen Weg zurück zum Wachstum gebracht", sagte der Manager laut Mitteilung. "Wir sind von unserer langfristigen Strategie und unserer klaren Ausrichtung überzeugt." Unter anderem hat Volvo 3.000 Stellen gestrichen. Im neuen Jahr sollen zusätzlich mindestens 5 Milliarden Kronen eingespart werden.
Im vierten Quartal rutschte der Umsatz um 16 Prozent auf 94,4 Milliarden Kronen ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel um gut die Hälfte auf 1,9 Milliarden Kronen. Mit beiden Werten verfehlte Volvo die Schätzungen von Analysten deutlich. Als Gründe nannte der Konzern einen ungünstigeren Verkaufsmix und niedrigere Preise, sinkenden Absatz und auch die stärkere Krone als Belastung./men/mis/stk



