DJ CFO von Siemens Healthineers: Prognose wackelt nicht
Von Olaf Ridder
DOW JONES--Nach dem Umsatz- und Margeneinbruch im China-Geschäft der Labordiagnostik von Siemens Healthineers ist Finanzvorstand Jochen Schmitz der Befürchtung entgegen getreten, dass die Konzernprognose für das laufende Geschäftsjahr wackeln könnte. Selbst "wenn Diagnostics schlechter werden würde in unserer Annahme, was ich nicht sage", so Schmitz in der Quartalspressekonferenz, "fühlen wir uns trotzdem mit unserem Ausblick wohl".
Grundsätzlich habe man diese Entwicklung erwartet, sagte Vorstandschef Bernd Montag. Er räumte aber ein, dass es bei Diagnostics "eine tiefere Kerbe als erwartet" gegeben habe. Er verwies allerdings darauf, dass Siemens Healthineers in den beiden anderen Geschäftsfeldern Imaging und Precision Therapies stark in das neue Jahr gestartet sei.
Schmitz kündigte für das laufende zweite Quartal im Diagnostik-Geschäft einen noch stärkeren Umsatzrückgang an als im ersten. Grund dafür sei das starke Vorjahresquartal, das als einziges Wachstum zeigte. Ab dem zweiten Halbjahr sollte es dann mit dem Abschwung in dem Geschäft aber vorbei sein. Dann sei ein Jahr vergangen, seit China das System der volumenbasierten Beschaffung von Labormaterialien eingeführt hat, was für die seit dem vergangenen dritten Quartal zu beobachtenden schwachen Zahlen verantwortlich sei, so Schmitz.
Der Vorstand steht bei Diagnostics unter Erfolgsdruck. Einzelne Investoren verlangen, dass der Konzern sich von dem Geschäft trennt, das im abgelaufenen Quartal nur 2,1 Prozent Marge erzielte - nach 7,8 Prozent im Jahr zuvor. "Das ändert an unseren Überlegungen zu Diagnostics nichts", sagte Montag. Der Vorstand will sich mit der Frage, ob die Labordiagnostik auch künftig zum Geschäft gehören soll, nach früheren Angaben erst dann befassen, wenn die Sparte saniert ist.
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February 05, 2026 03:37 ET (08:37 GMT)
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