Beim Bohrdienstleister Daldrup & Söhne mehren sich die Anzeichen für eine Phase stark beschleunigten Wachstums. Ausschlaggebend dafür sind zwei großvolumige Geothermieaufträge, die im vergangenen Jahr akquiriert wurden und den Auftragsbestand binnen zwölf Monaten vervielfacht haben. Ende August 2025 summierten sich die gesicherten Projekte auf rund 140 Mio. Euro - ein Plus von mehr als dem Vierfachen gegenüber dem Vorjahr. Diese Basis dürfte sich unmittelbar in deutlich verbesserten Geschäftszahlen niederschlagen und auch darüber hinaus Wirkung entfalten.
Mehrere Nachfragetreiber zugleich
Die Perspektiven reichen jedoch weit über die bereits verbuchten Projekte hinaus. In mehreren Bereichen steigt der Bedarf an spezialisierten Bohrleistungen spürbar. Groß angelegte Infrastrukturvorhaben in Deutschland erfordern ebenso entsprechende Arbeiten wie die anstehende Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle. Den größten Schub erwartet das Management allerdings aus der Geothermie. Hier haben sich die Rahmenbedingungen zuletzt fundamental verbessert: beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie staatlich flankierte Absicherungen gegen Fündigkeitsrisiken senken die Einstiegshürden erheblich. Vor diesem Hintergrund dürfte die Tiefengeothermie bei der kommunalen Wärmeplanung der kommenden Jahre eine zentrale Rolle einnehmen. Unternehmensseitig wird damit gerechnet, dass sich das Marktvolumen in diesem Segment bis zum Ende des Jahrzehnts mindestens verdoppelt - im optimistischen Szenario sogar verdreifacht. Entsprechend laufen bereits Vorbereitungen zur Ausweitung der operativen Kapazitäten.
Börse antizipiert den Wachstumsschub
Diese Entwicklung bleibt auch am Kapitalmarkt nicht unbemerkt. Im vergangenen Jahr setzte eine Neubewertung der Aktie ein, die im Herbst in einem Ausbruch über langjährige Widerstände mündete. Der seither etablierte Aufwärtstrend gewann zuletzt nochmals an Dynamik. Zwar kam es nach dem kräftigen Anstieg zu einer kurzen Verschnaufpause, diese verläuft bislang jedoch auf hohem Niveau und ohne strukturelle Schwächesignale. Gelingt die Fortsetzung des Ausbruchs, könnte sich der positive Trend weiter beschleunigen.
Fazit
Daldrup & Söhne profitiert von einem seltenen Zusammenspiel aus politischem Rückenwind, strukturellem Nachfragewachstum und bereits gesichertem Auftragsvolumen. Die Börse beginnt, dieses Potenzial einzupreisen. Sollte sich das erwartete Marktwachstum materialisieren, spricht vieles dafür, dass die laufende Neubewertung noch nicht abgeschlossen ist.
(aktien-globlal.de, erstellt 05.02.26, 7:40 Uhr, veröffentlicht 05.02.26, 12:20 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
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