
© Foto: Ido I auf Unsplash
Nio hat den ersten operativen Quartalsgewinn seiner Unternehmensgeschichte geschrieben. Das könnte einem Turnaround der Aktie Rückenwind verleihen.
Kleinere Konkurrenten machen BYD zunehmend zu schaffen
Der weltweit größte Hersteller von E-Fahrzeugen BYD kämpft weiterhin mit Absatzschwierigkeiten, wie die vor wenigen Tagen für Januar vorgelegten Auslieferungszahlen gezeigt haben. Der chinesische Markt ist weiterhin stark umkämpft, während die internationale Expansion weniger dynamisch verläuft als erhofft. Das setzt die Aktie anhaltend unter Druck und erschwert eine Trendwende.
Eine der Ursache für den Gegenwind auf dem Heimatmarkt ist Mitbewerber Nio. Der frühere Pionier hatte sich mit seinem Wechselsystem zwar jahrelang in eine Sackgasse manövriert, die nicht nur Marktanteile, sondern auch viel Geld gekostet hat.
Doch nach dem Verkaufsstart günstigerer Modelle im vergangenen Jahr ist das Unternehmen plötzlich wieder oben auf - und hat in der vergangenen Woche überraschend den ersten operativen Profit seiner Unternehmensgeschichte in Aussicht stellen können. Damit wachsen die Chancen auf eine Wiederbelebung des Kursgeschehens!
Neue Modelle sorgen für Schwung, Nio plötzlich mit schwarzen Zahlen
Ein erstes Indiz für starke Quartalszahlen waren die im Januar ausgelieferten Fahrzeuge. Mit 27.182 Verkäufen gelang ein Plus von 96,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei zeigte sich ein wachsender Erfolg der Marken ONVO und FIREFLY. ONVO, das als Zielgruppe Familien anvisiert, verkaufte 3.481 Fahrzeuge, die Kleinfahrzeug-Marke FIREFLY brachte es auf 2.807 ausgelieferte Wagen.
Am vergangenen Donnerstag gab Nio in einer vorläufigen Schätzung seiner Geschäftszahlen daher bekannt, einen operativen Ertrag von 100 bis 172 Millionen US-Dollar für das abgelaufene vierte Quartal zu erwarten. Das würde gegenüber dem Vorjahresergebnis von -800 Millionen US-Dollar einen gewaltigen Profitabilitätsumschwung und das erste positive Quartal überhaupt bedeuten.
Die Fahrzeugmargen sind bei Nio zwar schon seit einiger Zeit überdurchschnittlich hoch, weil mit der Kernmarke das Oberklasse- beziehungsweise Luxus-Segment bedient wird, doch das Händler- und Ladenetz haben das Unternehmen in der Vergangenheit viel Geld gekostet. Dadurch ist das Nettovermögen in den vergangenen Jahren von +5,1 Milliarden US-Dollar auf zuletzt -496,4 Millionen US-Dollar gesunken.

Aktie springt an, charttechnischer Befreiungsschlag in Arbeit
Seine endgültigen Q4-Zahlen will das Unternehmen zwar erst am 27. Februar vorlegen, doch Händlerinnen und Händler reagierten am Freitag positiv auf die erste Schätzung des Unternehmens. Die Aktie erzielte ein Plus von 7,2 Prozent und konnte mit einem Schlusskurs von 5,04 US-Dollar nicht nur die 5-Dollar-Marke, sondern auch die Abwärtstrend- sowie die 50-Tage-Linie überwinden und sich gleichzeitig an die 200-Tage-Linie heranpirschen.
Sollte diese in den kommenden Tagen überwunden werden, wofür die technischen Indikatoren RSI und MACD Rückenwind liefern, könnte die Aktie vor einer starken mittelfristigen Erholung stehen. Die nächsten Widerstände liegen erst im Bereich von 6 US-Dollar. Zur Unterseite besteht dagegen bei 4,50 US-Dollar eine starke Unterstützung. Das sorgt für ein Chance-Risiko-Verhältnis von knapp 2 zu 1.
Bewertung mit Blick auf den Umsatz okay, Handlungsbedarf beim Gewinn
Mit Blick auf die Bewertung kann der erste operative Gewinn nur ein Anfang gewesen sein. Weder für 2026 noch für 2027 erwarten Analystinnen und Analysten aktuell einen Nettoprofit. Hierfür müsste sich Nio noch deutlich stärker steigern. Dementsprechend dürfte das Kurs-Gewinn-Verhältnis für die kommenden beiden Jahren noch negativ ausfallen.
Das Kurs-Umsatz-Verhältnis sowie das Verhältnis aus Unternehmenswert (EV) und Umsatz ist aber schon jetzt konkurrenzfähig und im Branchendurchschnitt. Sobald bei der Profitabilität ein dauerhafter Durchbruch erreicht wurde, könnte Nio daher vor einer starken Aufwertungsbewegung stehen. Noch sind hierfür mit rund 3,4 Milliarden US-Dollar reichlich liquide Mittel vorhanden.
Fazit: Hier darf etwas gewagt werden!
Auch um Wall-Street-Expertinnen und -Experten umzustimmen, wird Nio zukünftig noch mehr liefern müssen. Zwar sind die Empfehlungen zum Kaufen oder Übergewichten der Aktie mit insgesamt 14 Nennung zwar knapp in der Mehrzahl, doch diesen stehen 10 Bewertungen mit "Halten" sowie zwei negative Einschätzungen gegenüber.
Insgesamt ist sich die Analystenschar jedoch einig darüber, dass die Aktie über Aufwärtspotenzial verfügt: Im Mittel wird ein fairer Wert von 6,59 US-Dollar genannt, was eine Upside von 30,8 Prozent impliziert. Damit könnte die Nio-Aktie sogar in Richtung ihrer 52-Wochen-Hochs zurückkehren, was sie jetzt zu einem spekulativen Kauf macht.
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Dieser bietet einen maximalen Auszahlungsbetrag von 0,84 Euro und damit eine Rendite von bis zu +162,5 Prozent, wenn die Nio-Aktie bis zum Laufzeitende im Juni auf oder über die Kappungsgrenze (Cap) von 6,00 US-Dollar steigt. Für Kurse zwischen dem Basispreis von 5,00 US-Dollar und der Kappungsgrenze erwartet Anlegerinnen und Anleger zum Laufzeitende eine anteilige Auszahlung. Diese lautet für einige beispielhafte Fälle wie folgt:

Doch Vorsicht: Sollte Nio zum Laufzeitende unter 5,00 US-Dollar notieren, verfällt UQ0MYZ wertlos. Es besteht also Totalverlustgefahr! Daher sollte die Position vorzeitig verkauft und der Restwert gesichert werden, wenn die Aktie nachhaltig (also mindestens auf Wochenschlussbasis) unter die bei 4,50 US-Dollar verlaufende Unterstützung fallen sollte. In diesem Fall würde sich das Chartbild erheblich eintrüben.
Gastautor: Max Gross
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