Die Lufthansa Aktie steht aktuell im Fokus, nachdem das Papier zuletzt deutlich unter Druck geraten ist. Auslöser waren erneute Warnstreiks, die zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen geführt haben. In der Folge mussten hunderte Flugverbindungen gestrichen werden. Anleger reagierten nervös und trennten sich kurzfristig von der Aktie.
Die entscheidende Frage für Investoren lautet nun: Wie fällt die Lufthansa Prognose aus - und wie stabil ist die Erholung im Chart?
? Lufthansa WKN: 823212 - ISIN: DE0008232125 - Ticker: LHA
? Drei Key Takeaways
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Technisch weiter konstruktiv - SMA20 entscheidend Die Lufthansa Aktie bleibt charttechnisch bullisch, solange sie sich über der SMA20 und idealerweise über der SMA50 behaupten kann. Ein Gap-Close und Kurse über 10 EUR würden das positive Momentum bestätigen.
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Fundamental attraktiv bewertet - Turnaround im Fokus Mit einem prognostizierten KGV von 7,07 und einer erwarteten Dividendenrendite von 3,85 - wirkt die Aktie leicht unterbewertet. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleibt der Erfolg des Sanierungsprogramms.
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Kurzfristige Risiken durch Streiks und Kostenentwicklung Warnstreiks und steigende Personalkosten belasten die Stimmung. Ein nachhaltiger Bruch unter die SMA50 würde das Chartbild deutlich eintrüben und die Lufthansa Prognose kurzfristig verschlechtern.
Fundamentaldaten Lufthansa Aktie (Überblick)
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktueller Kurs | 8,80 EUR |
| Marktkapitalisierung | 10,55 Mrd. EUR |
| Umsatz 2024 | 37,58 Mio. EUR |
| Eigenkapitalquote (2024) | 24,18 % |
| KGV (2026*) | 7,07 |
| Performance 4 Wochen | +1,43 % |
| Bewertung | leicht unterbewertet |
| Dividendenrendite 2026* | 3,85 % |
| Branche | Luftverkehr |
*Prognosewerte
Einordnung: Das niedrige erwartete KGV sowie die solide Dividendenrendite deuten darauf hin, dass die Lufthansa Aktie fundamental attraktiv bewertet bleibt - trotz operativer Herausforderungen.
Parkettgeflüster: Streiks, Sanierungsprogramm und A380-Strategie
Der Lufthansa-Vorstand kritisierte die Warnstreiks als unnötige Eskalation. Hintergrund sind Forderungen nach höheren Arbeitgeberbeiträgen zu Betriebs- und Übergangsrenten. Das Management betont, dass zusätzliche Kostensteigerungen derzeit nicht tragbar seien.
Besonders relevant: Lufthansa war 2024 in die Verlustzone geraten und soll nun durch ein Sanierungsprogramm wieder stabilisiert werden. Die Kostenentwicklung bleibt damit ein zentraler Faktor für jede Lufthansa Prognose.
Für Unmut bei Stammkunden sorgt zudem die Umstellung der Miles - More Kreditkarte. Der Wechsel von der DKB zur Deutschen Bank verursacht zusätzlichen Aufwand - Lufthansa ist sich jedoch der Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit bewusst.
Auch strategisch gibt es Neuigkeiten: Ab Februar werden neue Sitze in der Business Class des A380 eingebaut. Durch den Umbau reduziert sich die Sitzplatzkapazität von 509 auf 499 Sitze. Der Konzern plant, den A380 noch mindestens fünf Jahre und damit bis in die 2030er Jahre hinein zu betreiben. Ursprünglich war die Stilllegung bereits beschlossen, doch Lieferprobleme bei Boeing und Airbus sorgten für ein Comeback des Großraumflugzeugs.
Lufthansa Chartanalyse und Prognose

Quelle: xStation5 von XTB, aufgenommen am 12.02.2026. Zeithistorie gemäß der Information direkt im Chart. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige Performance. Das Handelsinstrument notiert in EUR. Mögliche Währungsschwankungen können sich auf die Rendite auswirken.
Chartcheck Tageschart: SMA20 als Schlüsselmarke
Im Tageschart zeigt sich, dass die Lufthansa Aktie ihr Tief aus April 2025 überwinden konnte. Bis Mitte August entwickelte sich der Kurs moderat aufwärts, bevor Gewinnmitnahmen ab Mitte August die Aktie erneut in Richtung der 7-Euro-Zone drückten.
Ende Oktober kam es jedoch wieder zu deutlicher Nachfrage. Die anschließende Erholung verlief stabil, da Rücksetzer meist schnell zurückgekauft wurden. Zu Wochenbeginn konnte der Kurs sogar über die Marke von 9,50 EUR steigen, doch die Bewegung wurde am Folgetag stark abverkauft. Der Kurs fiel per Gap Down wieder unter 9,00 EUR.
Technisch auffällig: Die Aktie konnte sich Anfang November über die SMA200 (7,68 EUR) und danach auch über die SMA20 (8,81 EUR) sowie die SMA50 (8,60 EUR) schieben. Rücksetzer stabilisierten sich in der Vergangenheit häufig an der SMA20 oder spätestens an der SMA50....
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