Die 2G Energy AG ist auf Anlagen zur dezentralen Energieversorgung spezialisiert. Insbesondere im Segment kleinerer Blockheizkraftwerke, die unterschiedliche Gasarten einschließlich Wasserstoff zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung einsetzen können, zählt das Unternehmen international zu den führenden Anbietern. In den vergangenen Jahren wurde das Portfolio um Großwärmepumpen sowie Demand-Response-Lösungen ergänzt, womit zusätzliche Märkte adressiert und die internationale Präsenz weiter ausgebaut werden.
Im Herbst musste das Management die Umsatzprognose für 2025 anpassen. Statt der ursprünglich höheren Zielsetzung wird nun mit Erlösen zwischen 380 und 400 Mio. Euro gerechnet. Auch die EBIT-Marge soll mit 6,5 bis 8,0 Prozent niedriger ausfallen als zuvor geplant. Hintergrund sind mehrere Sondereffekte: Die verspätete beihilferechtliche Genehmigung des deutschen Biomassepakets verzögerte Projektfreigaben, Großaufträge aus der Ukraine verschoben sich und im Servicebereich belastete die Einführung eines neuen ERP-Systems vorübergehend die Abläufe. Nach dem Kursrückgang setzte allerdings rasch eine kräftige Gegenbewegung ein.
Für 2026 stellt 2G Energy wieder eine spürbare Beschleunigung in Aussicht. Ausgehend vom oberen Ende der 2025er Zielspanne wird ein Umsatzplus von 10 bis 22,5 Prozent sowie eine Verbesserung der EBIT-Marge um 1 bis 3 Prozentpunkte angestrebt. Der hohe Auftragsbestand sowie eine dynamische Nachfrageentwicklung - insbesondere in Deutschland und im übrigen Europa - untermauern diese Ambitionen. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres hat sich der Auftragseingang in diesen Regionen mehr als verdoppelt.
Impulsgeber sind vor allem Investitionen in die Flexibilisierung von Biogasanlagen infolge des Biomassepakets, mögliche Ausschreibungen für Gaskraftwerke als Reservekapazitäten, Projekte zur Energieversorgung von Rechenzentren sowie erwartete Aufträge aus der Ukraine. Hinzu kommen zusätzliche Erlöspotenziale aus den neuen Produktlinien. Insgesamt verfügt 2G Energy damit über mehrere langfristige Wachstumstreiber.
Die Prognosesenkung für 2025 erscheint vor diesem Hintergrund als temporäre Delle. Vieles spricht dafür, dass 2026 den Auftakt zu einer nachhaltig dynamischeren Entwicklung markieren könnte - mit entsprechenden charttechnischen Perspektiven nach dem Ausbruch aus der langjährigen Seitwärtsbewegung.
(aktien-globlal.de, erstellt 16.02.26, 12:31 Uhr, veröffentlicht 16.02.26, 12:38 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_g_energy/2g_energy_rueckenwind_aus_mehreren_richtungen-23100/


