FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Rekordhoch haben die Aktien von Siemens zum Wochenstart aufgrund Befürchtungen um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) deutlich nachgegeben. Am Montagnachmittag fielen sie auf den tiefsten Stand dieses Jahres und notierten zuletzt 5,6 Prozent im Minus bei 236,95 Euro. Vergangenen Donnerstag waren sie auf einen Höchststand von 275,75 Euro gestiegen. In Paris sackten die Papiere von Dassault Systemes um 8,8 Prozent auf den niedrigsten Stand seit August 2017 ab.
Marktbeobachtern zufolge befürchten Anleger zunehmend, dass industrielle Software durch hochentwickelte KI-Tools bedroht sein könnte. Demnach bestehe die Sorge, dass Software zur Erstellung eines digitalen Zwillings - also einer virtuellen Nachbildung eines physischen Objekts - durch KI verdrängt werden könnte. Die Praxis, alle Lösungen von einem einzigen Anbieter wie Dassault Systemes und Siemens zu kaufen, wird laut Analysten immer weniger vertretbar, da KI es Unternehmen nun ermöglicht, ihre Software mit "offenen" Systemen zu kombinieren./edh/bek




